Wohngebäudeversicherung und Sturmschäden – was wird gezahlt?

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Wohngebäudeversicherung - Sturmschäden

Plötzlich waren sie da: Die Tornados und Orkane, die über Deutschland hinweggefegt sind und eine Spur der Verwüstung hinterlassen haben. Das kannte man vorher nur aus Katastrophenfilmen. Die Brutalität, mit der die Natur jederzeit zuschlagen kann, ist seit der Nacht vom 18. zum 19. Januar 2007 nicht mehr zu leugnen. In nüchternen Zahlen summierten sich die Schäden vom Wetter-Großereignis „Kyrill“ auf über eine Milliarde Euro, alleine in Deutschland. Die Bilder der entwurzelten Wälder, zerstörten Dörfer und zermalmten Straßenzüge sind aber noch allen, die es erlebt haben, gegenwärtig. Und alles spricht dafür, dass sich solche Ereignisse immer schneller wiederholen werden.

Auf einen Blick – die wichtigsten Infos

  • Als Bauherr darf von Ihrer Baustelle bzw. Ihrem Gründstück keine Gefahr ausgehen.
  • Sie haften auch bei Ausführungen von Arbeiten durch Dritte.
  • Zu einer Haftung ohne Schuld kann es auch durch Allmählichkeitsschäden kommen.
  • Um vor teuren Schäden abgesichert zu sein empfiehlt sich der Abschluss einer Bauherrenhaftpflicht.

Dem Risiko von Sturmschäden mutig begegnen

Den alljährlichen Bildern der Sturmschäden in den USA wird hierzulande mit Kopfschütteln begegnet. Ganze Städte verschwinden dort regelmäßig von einem Tag auf den anderen und zurück bleiben nur Trümmerlandschaften aus Sperrholzplatten und Dämmmaterial. Eine solide Bausubstanz bewahrt hier die meisten Häuser vor einer so schnellen und totalen Zerstörung, wie man sie bei den Leichtbauhäusern aus Amerika immer wieder beobachten kann. Dennoch sind auch an gemauerten Häusern Sturmschäden ein enormes finanzielles Risiko. Darum gehört, neben einer ordentlichen Bauweise, auch eine angemessene Versicherung zum Haus dazu. Sturmschäden sind zwar selten. Die lange Lebensdauer von einem Haus macht es aber dennoch sehr wahrscheinlich, dass dieser Schadensfall irgendwann einmal eintritt.

Umfassend versichern schafft Klarheit

Zu einer umfassenden Wohngebäudeversicherung gegen Sturmschäden gehören

  • eine Gebäudeversicherung
  • eine Hausratversicherung inkl. Glasbruch- und Mobiltelefonversicherung
  • eine Haftpflichtversicherung

Gebäudeversicherung

Ein Haus besteht aus Gebäude, Fenstern und Inventar. Außerdem gehen vom Haus im Sturmfall auch Gefahren aus: Abbrechende Kamine, umstürzende Bäume und herabfallende Dachziegel können rings ums Gebäude schwere Schäden an fremdem Eigentum anrichten. All diese Schadensfälle müssen separat abgesichert werden.

Die Gebäudeversicherung reguliert alle Schäden am Gebäude selbst. Im Normalfall wird sie für die Absicherung gegen Brände abgeschlossen. Elementarschäden, wozu die Sturmschäden zählen, müssen in der Regel extra versichert werden. Wichtig ist dabei, dass wirklich alle Schadensfälle mit aufgeführt sind.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung reguliert alle Schäden, die am Inventar des Hauses entstehen. Dies reicht von den Möbeln bis hin zur Bekleidung. Für die elektrischen Geräte empfiehlt sich ein zusätzlicher Schutz gegen Überspannungsschäden. Diese treten zwar nur selten auf, haben aber eine umso fatalere Wirkung auf alles, was ans Stromnetz des Hauses angeschlossen wird. Achtung: Mobiltelefone müssen grundsätzlich separat versichert werden. Die normalen Hausratversicherungen oder Glasbruchversicherungen schließen diese Geräte im Regelfall aus.

Ein häufiger Streitfall ist die Glasbruchversicherung. Häufig wird sie als überflüssig bezeichnet. Dies sollte aber dennoch wohl überlegt werden: Ein Sturmereignis, welche alle Glastüren, Vitrinen, Spiegelschränke, Spiegel und Duschtrennwände beschädigt, kann sehr teuer werden. Darum muss der Schutz der Glaselemente unbedingt in der Hausratversicherung enthalten sein.

Haftpflichtversicherung

Schließlich regulieren die Haftpflichtversicherungen die Schäden, die aktiv durch das Haus entstehen. Die Gebäude-Haftpflichtversicherung ist für die Schadensbehebung durch herabfallende Ziegel und umstürzende Bäume verantwortlich.

Den Schutz nicht gefährden

Besonders fatal ist es, wenn Elementarschäden aus eigener Unachtsamkeit nicht reguliert werden können. Wenn Fenster im Sturmfall sperrangelweit offen stehen, dann kann die Hausratversicherung die Regulierung von Inventarschäden verweigern. Da es aber im akuten Sturmereignis zu gefährlich sein kann, alle Fenster im Haus zu kontrollieren, sollte man hier mit der Zeit gehen: Komfortable Systeme, wie ferngesteuerte Rollläden, sind nicht nur herrlich bequem. Bei einem heranrollenden Sturm können diese praktischen Smart-Home-Features für den Versicherungsschutz des Hauses von entscheidender Bedeutung sein. Das Inventar durch einen Knopfdruck am Smartphone aktiv schützen und gleichzeitig Gefahren für den Versicherungsschutz auszuschließen ist heute keine Science-Fiction mehr.

Das Eigentum schützen bei jedem Wetterereignis

Mit einer umfassenden Versicherung stehen Sie nach einem Großwetterereignis nicht alleine im Regen. Die Behebung der Schäden und der Ersatz von verlorenen Gütern kann mit einem ordentlichen Versicherungsschutz entspannt begegnet werden.

Headerbild: ©iStock/Balefire9

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