Versicherung selbstständiger Journalisten gegen Vermögenssschaden

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Vermögensschadenhaftpflicht ist als Wort schon mal ein schwerer Brocken. Noch schwerer wird es aber, wenn es ignoriert wird. Denn die Versicherung selbstständiger Journalisten wird häufig unterschätzt.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Recherche-Fehler können finanzielle Folgen für Leser haben.
  • Bei Falschinformation haftet der Journalist u.U. mit seinem Privatvermögen.
  • Absicherung ist relativ günstig zu haben.
  • Kombi-Verträge senken die Kosten weiter.

Als Journalist tragen Sie eine besondere Verantwortung: Sie sind der Wahrheit und der korrekten Information verpflichtet. Gleichzeitig sind Sie aber auch nur ein Mensch der, wie jeder andere Mensch auch, Fehler machen kann. Das kann aber in der Öffentlichkeitsarbeit schlimme Folgen für andere haben. Wenn Sie als Journalist eine falsche Aussage machen, kann dies für Ihre Leser massive Nachteile nach sich ziehen. Die Bandbreite reicht von Rufschädigung über Umsatzverlusten bis hin zur Insolvenz. Kann Ihnen aber die Verbreitung von falschen Informationen nachgewiesen werden, sind sie haftbar – und zwar mit Ihrem gesamten privaten Vermögen.

Versicherung selbstständiger Journalisten: Vermögensschaden absichern

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung schützt das Vermögen der Journalisten vor Zugriff durch Dritte im Fall eines nachgewiesenen Schadens. Anstatt den Besitz des Journalisten zu pfänden, wird der Geschädigte durch die Versicherung in Höhe seines entstandenen Vermögensschadens ausgezahlt. Teilweise wird die Vermögensschadenhaftpflicht schon durch die Berufshaftpflicht abgedeckt. Doch es gibt wesentliche Unterschiede dazu.

Abgrenzung zur Berufshaftpflicht

Die Berufshaftpflicht regelt die Schäden, die bei der Ausübung des Berufs zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer entstehen können. Das sind im journalistischen Kontext beispielsweise:

  • Kosten durch Verzögerungen
  • Kosten durch unbrauchbare Medienprodukte
  • Kosten durch Vertragsrücktritte
  • Kosten durch falsche Informationen

Nicht versichert sind durch die Berufshaftpflicht jedoch die Schäden, die außerhalb des Verhältnisses zwischen Kunde und Auftraggeber entstehen. Wenn Sie als Journalist beispielsweise einen Artikel über Umweltschäden durch ein Unternehmen veröffentlichen, dabei aber den Ort des Geschehens verwechseln, können am Ort ansässigen Tourismus-Dienstleistern Umsatzeinbußen entstehen. Besucher bleiben aus, weil Sie veröffentlicht haben, dass an diesem Ort Giftstoffe zu finden sind, obwohl dies ganz woanders passiert ist. Sie stehen dann für diese Umsatzeinbußen mit Ihrem Privatvermögen gerade.

Verwechseln Sie auch keinesfalls die Berufshaftpflicht mit der Betriebshaftpflicht! Die Betriebshaftpflicht reguliert die Schäden, die in ihrem Betrieb entstehen. Wenn ein Besucher in Ihren Räumen durch Ihre Fahrlässigkeit (Stolperfallen, Stromschläge, Schnittverletzungen durch gesplittertes Glas …) zu Schaden kommt, ist dies ein Fall für die Betriebshaftpflicht!

Gut versichert für wenig Geld

Wie Sie sehen, sind die Beispiele für einen solchen Vermögensschaden reichlich konstruiert. Tatsächlich trifft ein solcher Schadensfall auch verhältnismäßig selten ein. Der beste Schutz gegen einen solchen Schaden ist immer noch eine saubere Recherche. Dennoch: Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch Ihnen ein solcher Fall passieren kann, darum ist eine Absicherung ohne Frage obligatorisch. Doch hier kommt die gute Nachricht. Diese Versicherung Selbstständiger gegen Vermögensschäden ist verhältnismäßig preiswert zu haben. Wenn Sie sich aber richtigerweise für diesen Schritt entscheiden, dann sparen Sie nicht am falschen Ende, indem Sie eine zu geringe Deckungssumme wählen.

Obwohl der höchste durch die Vermögensschadenshaftpflichtversicherung regulierte Schaden in Deutschland bei ca. 120.000 Euro lag, weiß niemand, was die Zukunft bringt. Ein wesentlich sinnvollerer Weg, die Beiträge für den Haftpflichtschutz zu reduzieren besteht darin, Kombi-Verträge abzuschließen. Dabei wird die Vermögensschadenshaftpflicht mit der Berufshaftpflicht oder ggf. auch mit der Betriebshaftpflicht gekoppelt. Der Versicherungsschutz wird erweitert und die Beiträge sinken im Verhältnis.

Artikelbild: ©iStock/shironosov

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