Betriebliche Weihnachtsfeier: Richtig versichert

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Betriebliche Weihnachtsfeier mit Kollegen
Betriebliche Weihnachtsfeier

Der verkniffene Kollege aus der Buchhaltung hat verdächtig rosige Wangen und endlich auch ein Lächeln auf den Lippen; ja selbst die Chefin singt ziemlich schief die Lieder der Weihnachtsband mit. Je länger der Abend, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass auf Firmenkosten noch eine Runde Kurze bestellt wird. So oder so ähnlich sehen viele betriebliche Weihnachtsfeiern aus. Oft fließt dabei mehr Alkohol als so manchem Kollegen gut tut. Der Heimweg wird bei dem geselligen Beisammensein gern verdrängt; es sind ja nur ein paar Meter zu Fuß. Die frische Luft, die späte Stunde und der eigene Alkoholpegel erschweren den Heimweg dann doch sehr.

Wegeunfall Weihnachtsfeier: Zahlt die Unfallversicherung?

Eine Weihnachtsfeier gilt nur dann als betrieblich, wenn alle Mitarbeiter einer Firma oder einer Abteilung eingeladen wurden. In welchem Rahmen die Feier stattfindet, ist dann unerheblich. Wichtig ist lediglich der offizielle Charakter der Veranstaltung – wenn einige Kollegen auf eigene Faust zum Weihnachtsmarkt gehen, ist das also keine offizielle Firmenveranstaltung. Wie auch beim normalen Arbeitsweg ist nur der direkte Hin- und Rückweg zur Weihnachtsfeier versichert. Unfälle, die passieren, weil ein Umweg eingeschlagen wurde, übernimmt die private Unfallversicherung. Unfälle, die direkt auf der Weihnachtsfeier passieren, sind über den Arbeitgeber abgedeckt. Diese übernimmt in der Regel die Berufsgenossenschaft. Dennoch: Bei einem Unfall in Zusammenhang mit der Weihnachtsfeier gilt die Einzelfallprüfung der gesetzlichen Unfallversicherung.

Betrunken von der Weihnachtsfeier nach Hause

Vor dem Heimweg schnell noch auf einen Absacker mit den Kollegen in die Bar. Noch ein wenig lästern, flirten und feiern – alles ganz entspannt und nur mit den Lieblingskollegen. Nur leider hat dieser Absacker nicht mehr den Charakter einer offiziellen Firmenfeier, selbst wenn der Chef dabei ist. Sobald sich kleinere Gruppen abseilen oder bei der Hauptveranstaltung nur noch wenige Personen anwesend sind, greift der staatliche Versicherungsschutz nicht mehr. Auch die Partner von Angestellten, die womöglich bei der Weihnachtsfeier mit dabei sind, sind vom staatlichen Unfallschutz ausgenommen. Wenn Betrunkenheit der Grund für den Unfall ist, wird besonders kritisch geprüft, ob Versicherungsschutz besteht. Das gilt übrigens auch bei der privaten Unfallversicherung. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten die Teilnehmer der Weihnachtsfeier besser auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi zurückgreifen.

Damit die betriebliche Weihnachtsfeier nicht in einer Katastrophe endet, gibt es hier auf careerloft.de noch einige Knigge-Tipps. Große Überraschung: Vor übermäßigem Alkoholkonsum wird abgeraten.

Bildnachweis: thinkstockphotos / Rawpixel Ltd

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