Reise stornieren leicht gemacht

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Reise stornieren mit einer Reiserücktrittsversicherung - Finanzvergleich100

Der Supergau: Sie haben sich lange auf Ihren Urlaub gefreut und nun müssen Sie die Reise stornieren. Ärger lässt sich hier kaum vermeiden. Eine Reiserücktrittsversicherung erspart Ihnen aber zumindest unnötige Kosten.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Jeder Fünfte musste bereits eine Reise absagen.
  • Mögliche Gründe sind z.B. Krankheit, Todesfälle, Notsituation im Betrieb.
  • Ohne Versicherung trägt der Reisende alle Kosten selbst.

Oft geht es schneller, als dem Urlauber lieb ist: Die geplante Reise kann nicht angetreten werden, weil Unvorhergesehenes passiert. Nach einer Umfrage von Infratest musste jeder Fünfte schon einen Urlaub absagen. Die Wahrscheinlichkeit besteht, dass dies irgendwann auch für Sie zutrifft.

Dazwischen kommen kann schnell etwas: Sie oder ein Familienmitglied werden krank, ein Unglücks- oder Todesfall in der unmittelbaren Verwandtschaft tritt ein oder im Betrieb tritt eine Notsituation auf, die Ihren Urlaub unmöglich macht. Je nach der von Ihnen gewählten Urlaubsregion ist sogar durchaus denkbar, dass Sie wegen einer verordneten Reisesperre nicht reisen können. Dennoch verzichtet immer noch jeder Zweite auf eine Reiserücktrittsversicherung und muss dann sämtliche Kosten selbst tragen.

Wann springt die Reiserücktrittsversicherung ein?

Die Gründe, warum Sie eine Reise stornieren müssen, können unterschiedlich sein. Neben eigenen Unfällen und Erkrankungen zählt auch die Erkrankung von nahen Verwandten. Stellt sich kurz vor Reisebeginn heraus, dass Sie eine erforderliche Impfung nicht vertragen haben, werden die Kosten für die geplatzte Urlaubsfahrt ebenfalls von der Reiserücktrittsversicherung übernommen. Weitere Gründe können durch verlegte Prüfungstermine, den Jobverlust, einem beträchtlichen Schaden an Wohnung oder Haus oder einer Trennung vom Partner bestehen.

Nicht alle Absagegründe müssen übrigens unerfreulich sein: Wenn Sie als Frau nicht reisen können, weil Sie ein Baby erwarten, kann dies ebenfalls zum Versicherungsfall werden. Welche Punkte für den Rücktritt einer Reise aber tatsächlich zählen, hängt ganz vom Ihrem Versicherungsvertrages ab. Ein sorgfältiger Vergleich der Bedingungen bewahrt Sie vor Überraschungen.

Was zahlt Ihre Reiserücktrittsversicherung?

Informieren Sie sich vor Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung genau, welche Auslagen übernommen werden, wenn Sie Ihre Reise stornieren müssen. Meist zählen die Kosten für Flug, Hotel oder Ferienwohnung zu den Standardleistungen. Fragen Sie Ihren Experten aber auch, ob Sie beispielsweise den im voraus gebuchten Mietwagen aus eigener Tasche zahlen müssten. Unterschiedlich gehandhabt wird die Reiserücktrittsversicherung mitunter dann, wenn eine Patchworkfamilie verreisen möchte.

Achten Sie darauf, dass der Versicherungsschutz alle Mitreisenden umfasst. Ebenso kann es wichtig sein, einen eventuell notwendigen Rücktransport in die Reiserücktrittsversicherung einzuschließen. Zwar ist diese Leistung oft in einer Mitgliedschaft in einem Automobilclub oder in der Kfz-Versicherung bereits eingeschlossen, Nachschauen und die Aufnahme in eine neue Police können sich jedoch auszahlen. Vielreisende haben außerdem die Wahl, jede Reise einzeln zu versichern oder gleich einen Jahresvertrag abzuschließen.

Wenn Klärungsbedarf besteht

Der Verdruss ist oft groß, wenn ein Arbeitgeber eine Urlaubssperre verhängt, nachdem die Reise bereits gebucht wurde. Ob er diese Sperre zu Recht verhängt, das erfahren Sie beim Fachanwalt für Arbeitsrecht. Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, übernimmt diese für eine Erstberatung oder gar für die Durchsetzung Ihres Urlaubsanspruchs die Kosten.

Eine der wichtigen Fragen ist, was geschieht, wenn ein Arbeitnehmer während des Urlaubs krank wird. Hier gilt, dass Sie den Urlaub nicht in jedem Fall abbrechen müssen. Je nach Krankheit dürfen Sie in Ihrem Hotelzimmer oder sogar im Pool bleiben. Wichtig ist jedoch, dass Sie sich ein ärztliches Attest über die Krankheitsdauer und die Arbeitsunfähigkeit besorgen. Für Arztkosten, die von Ihrer normalen Krankenkasse nicht übernommen werden, kann eine Reisekrankenversicherung einspringen. Bei Krankheit im Urlaub können Sie sich sogar den Urlaubsanspruch sichern lassen.

Headerbild: ©iStock/Kerkez

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