Wenn Sie als Arbeitnehmer mit Ihrem Arbeitgeber im Clinch liegen, sind Sie oftmals in der schlechteren Position. Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie erhalten eine Abmahnung, die aus Ihrer Sicht ungerechtfertigt ist. Trotz eines Gesprächs mit dem Chef rückt dieser nicht von seiner Entscheidung ab. Wenn sich Konflikte intern nicht lösen lassen, bleibt oft nur noch der gerichtliche Weg. In so einem Fall sind Sie durch den Arbeitsrechtsschutz abgesichert, da dieser die anfallenden Kosten übernimmt – beispielsweise für Anwalt und Gericht.

Die wichtigsten Punkte zum Arbeitsrechtsschutz auf einen Blick:

  • Übernimmt Anwalts- als auch Gerichtskosten
  • Kosten für die Mediation werden ebenfalls übernommen
  • Bietet Schutz bei Gehaltsstreitigkeiten, Kündigungen oder ungerechtfertigten Arbeitszeugnissen
  • Bietet Schutz bei Fehlverhalten des Arbeitgebers
  • Kosten werden auch bei verlorenem Prozess übernommen

Was leistet der Arbeitsrechtsschutz für Arbeitnehmer?

Haben Sie eine entsprechende Versicherung abgeschlossen, übernimmt der Arbeitsrechtsschutz die anfallenden Kosten des Rechtsstreits: zum Beispiel für den eigenen Anwalt, für das Gericht oder auch für einen Sachverständigen. Dank dieser Kostenübernahme wird eine Klage nicht zu einem unkalkulierbaren finanziellen Risiko.

Dies ist besonders wichtig: In Deutschland ist gesetzlich festgelegt ist, dass bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten jede Partei die eigenen Anwalts- sowie die Gerichtskosten bis zur ersten Instanz selbst tragen muss. Und das unabhängig vom Ausgang der Rechtsstreitigkeit bzw. des Verfahrens. So schreibt es das Gesetz vor.

Für wen lohnt sich eine Arbeitsrechtsschutz-Versicherung?

Praktisch für jeden, der abhängig angestellt ist – aber auch für Selbständige, Freelancer oder Beamte. Zahlreiche Statistiken zeigen: Streitfälle und Rechtsstreitigkeiten im Arbeitsrecht sind in Deutschland nahezu an der Tagesordnung. Das Statistische Bundesamt zählt mittlerweile zwischen 400.000 und 500.000 Klagen pro Jahr, die bei den Arbeitsgerichten eingehen. In der Mehrzahl der Fälle geht es dabei um das Gehalt und Kündigungen. Auf die finanzielle Hilfe Ihrer Versicherung können Sie aber nur dann zählen, wenn Sie innerhalb Ihrer Rechtsschutzversicherung den Arbeitsrechtsschutz als Baustein gewählt haben. Auch bei einer etwaigen Mediation greift der Arbeitsrechtsschutz und übernimmt die anfallenden Kosten.

Als Versicherungsnehmer müssen Sie im Hinblick auf eine Arbeitsrechtsschutzversicherung allerdings beachten, dass im Normalfall beim Arbeitsrechtsschutz eine Wartezeit von drei Monaten besteht. Das bedeutet für Sie, dass die von Ihnen abgeschlossene Rechtsschutzversicherung nicht sofort nach Vertragsunterzeichnung greift, sondern erst nach der so bezeichneten Karenzzeit. Diese Wartezeit ist von den Versicherern vertraglich eingebaut worden, um entsprechende Zweckabschlüsse zu verhindern.

Somit kann die Rechtsschutzversicherung dann eben nicht für Ereignisse bzw. Vorfälle abgeschlossen werden, die bei Abschluss der Arbeitsrechtsschutz-Versicherung bereits bekannt waren. Allerdings entfällt die Wartezeit oftmals bei Ereignissen, die nicht absehbar waren und quasi plötzlich passieren.

Beispiele: Hier erhalten Sie Unterstützung durch den Arbeitsrechtsschutz

Grundsätzlich hilft die Arbeitsrechtsschutzversicherung bei Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem eigenen Arbeitsplatz oder bei Problemen mit dem Arbeitgeber. In folgenden Fällen kommt eine Arbeitsrechtsschutzversicherung vorzugsweise zum Einsatz:

Beispiele, wo der Arbeitsrechtsschutz hilft

  • Bei fristlosen aber auch bei fristgerechten Kündigungen
  • Bei Unzufriedenheit mit dem vom Arbeitgeber erstellten Arbeitszeugnis
  • Bei Unstimmigkeiten über bestimmte Klauseln im Arbeitsvertrag
  • Bei Streitigkeiten bezüglich des Urlaubsanspruchs
  • Bei der Verletzung der Schweigepflicht von Ärzten oder Rechtsanwälten
  • Bei unbezahlten Überstunden

Den richtigen Arbeitsrechtsschutz für Sie wählen

Neben Angestellten können sich auch Freelancer und Selbstständige mit dem passenden Arbeitsrechtsschutz gegen bestimmte Risiken im Arbeitsleben absichern. Selbst für Beamte stellt sich eine Arbeitsrechtsschutz-Versicherung durchaus positiv dar. Sie müssen sich dann zwar keine Sorgen um eine drohende Kündigung machen, vielmehr stehen etwaige disziplinarische Verstöße im Fokus – gerade bei Lehrern oder Polizisten.

In einer Arbeitsrechtsschutzversicherung ist daher oft auch der Disziplinar- und Standesrechtsschutz integriert. Ob aber Beamter, Selbstständiger oder doch Angestellter - Sie sollten sich auf jeden Fall von einem qualifizierten Fachmann beraten lassen. Dieser Versicherungstypus hat nämlich derart viele Facetten und Anwendungsgebiete, die Ihnen nur ein Spezialist fachkundig erläutern kann. Zudem ist rechtliches Wissen bei den jeweils unterschiedlichen Szenarien unabdingbar.

Eine persönlichen Beratung bietet Ihnen neben Fachkompetenz ein Höchstmaß an persönlichem Service. Und das alles zum günstigsten Preis. Kompetente Versicherungsexperten in Ihrer Nähe helfen Ihnen gern und erstellen Ihnen einen kostenlosen Vergleich, der genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Fordern Sie Ihren individuellen Versicherungstest jetzt kostenlos und unverbindlich an!

Headerbild: ©iStock/TheaDesign

Jetzt kostenlosen Vergleich anfordern

Zu welcher Versicherung wünschen Sie eine Beratung*?

 Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen und stimme der Kontaktaufnahme per Post, E-Mail oder Telefon durch finanzvergleich100.de oder einen angeschlossenen Kooperationspartner (z.B. einen Versicherungsexperten) zu.*


Aktuelles zu Arbeitsrechtsschutz

Keine Beiträge vorhanden