Die Haftung von Produzenten und Händlern wurde im Zuge der neuen Rechtsprechung massiv verschärft. Der Rahmen, in welchem Produzenten und Händler im Zweifelsfall Kosten übernehmen müssen – zum Beispiel für den Ein- und Ausbau von defekten Bauteilen, bei denen ein Produktmangel festgestellt wurde – wurde nachhaltig erweitert.

Um sich vor den diesen Kosten zu schützen, hilft nur eine Produkthaftpflichtversicherung, welche die Dimensionen der Haftungsfälle entsprechend würdigt und berücksichtigt. Jedes Unternehmen kann schneller als gedacht oder erwünscht von einem Haftungsfall betroffen sein. Im schlimmsten Fall ist dieser dazu geeignet, Firmen in eine finanzielle Schieflage zu bringen. Nur der Produkthaftpflichtversicherung Vergleich sorgt dafür, diesem allgegenwärtigen Risiko vorzubeugen.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Sie wehrt unberechtigte Ansprüche aus dem Produkthaftungsgesetz ab.
  • Die Versicherung fungiert wie eine spezialisierte Rechtsschutzversicherung, wenn es zum Streitfall kommt.
  • Die Versicherung klärt ab, ob wirklich ein Haftungsfall vorliegt.
  • Sie bezahlt berechtigte Entschädigungsforderungen.
  • Es können auch Haftpflichtansprüche von Dritten zu Vermögensschäden durch mangelhafte Produkte mitversichert werden.
  • Kosten für Rückrufaktionen zur Schadensvorbeugung können ebenfalls mitversichert werden.

Die Produkthaftpflichtversicherung sorgt dafür, dass die Schadenregulierung dieser verschuldensunabhängigen Haftung, auch Gefährdungshaftung genannt, nicht an den Unternehmen oder Händlern hängen bleibt, sondern vom Versicherer getragen wird. Zumal der Schaden schnell in sechs- und siebenstellige Bereiche klettern kann, da das Produkthaftungsgesetz nicht nur den eigentliche Hersteller, sondern auch Firmen in der Herstellungskette in die Pflicht nimmt.

Für wen lohnt sich der Produkthaftpflichtversicherung Vergleich?

Im Grunde kann die Frage auch lauten: Wer benötigt eine Produkthaftpflichtversicherung? Dadurch, dass das Produkthaftungsgesetzes so weit gefasst ist, zählen alle Hersteller von Endprodukten, Lieferanten, Zulieferer, Importeure und Nominal-Produzenten zu den Klienten, die eine Produkthaftpflichtversicherung benötigen. Für sie lohnt es sich, den Produkthaftpflichtversicherung Vergleich durchzuführen. Im Grunde ist durch die Gesetzeserweiterung nahezu jedes Unternehmen 'Hersteller' auf die eine oder andere Art und Weise.  Dadurch ist fast jedes Unternehmen auch gefährdet, in die Haftung genommen zu werden. Und diese Haftung kann im Extremfall zu exorbitant hohen Schadenersatzansprüchen führen.

Mit der Produkthaftpflichtversicherung werden die Verantwortungslast und das Haftungsrisiko auf mehrere Schultern verteilt. Wer Waren produziert oder liefert, die mangelhaft sind, der trägt seinen Anteil daran, wenn im Zuge der Nutzung, wie auch der Weiterverarbeitung Schäden festgestellt werden - an Sachen, an Vermögen und an Personen. Daraus entstehen Ansprüche hinsichtlich einer Nachbesserung, einer Nachlieferung und möglicherweise auch hinsichtlich Schadenersatzleistungen. Wichtig ist dabei, dass die Produkthaftpflichtversicherungen Informationen der Produkte benötigen, die sehr detailliert aufgestellt sind. Nur wer hier umfassend Auskunft erteilt, ist im Schadensfall durch die richtige Versicherung abgesichert.

Produkthaftpflichtversicherung Vergleich - in welchen Fällen findet die Produkthaftpflichtversicherung Anwendung?

Die Versicherung ist darauf ausgelegt, Personenschäden, unechte Vermögensschäden (entstanden aus Sach- und Personenschäden) sowie Sachschäden abzukoffern. Daher sind Schäden zu begleichen, welche im folgenden Rahmen entstehen:

  • während der betrieblichen Tätigkeiten des Unternehmens
  • aufgrund der Produkte, die hergestellt oder geliefert werden
  • aufgrund von erbrachten Arbeiten in Form von Lohnarbeiten

Das klingt kompliziert, ist es aber im Prinzip nicht. Und das lässt sich gut anhand von Beispielen festzurren.

Die Kfz Industrie ist eines von vielen klassischen Segmenten, in denen das Produkthaftungsgesetz schnell Anwendung findet. Ein Zulieferer liefert Teile für eine Bremsanlage für Lkw. Diese tun in dem speziellen Fahrzeug nicht ihren Dienst. Die Bremse wird in der Folge überhitzt und kann nicht fehlerfrei arbeiten. Dadurch ist der Hersteller der Bremsanlagen gezwungen, die Produktion zu unterbrechen. Hier muss der Zulieferer durch das fehlerhafte Material in den Regress gehen. Bei Fehlproduktion übernimmt die Versicherung den Kostenblock des Geschädigten.

An den Hersteller von Motorrädern und Wohnwagen werden Bleche geliefert, aus denen Schlüssel für die Zweiräder sowie Motor-Homes gefertigt werden sollen. Bei der Produktion der Schlüssel wird festgestellt, dass das Material keine ausreichende Verwindungssteifigkeit aufweist. Die Schlüssel verbiegen nach kurzer Zeit, werden unbrauchbar. Hier ist der Lieferant in der Pflicht, denn sein Material hat den Anforderungen beim Kunden, die bekannt waren, nicht standgehalten.

Doch auch in der Nahrungsindustrie kann es zu massiven Schäden kommen. Hier geht es in den Bereich der End- oder Weiterverarbeitung. Ein Hersteller von Fertigsuppen erhält beispielsweise von einem Lieferant ein Gewürz geliefert, welches absolut mangelhaft ist. Im Grunde ist die komplette Charge, in welcher dieses Gewürz verarbeitet wurde, unbrauchbar oder nur mit einem gewaltigen Nachlass verkaufbar. Hier ist der mangelhafte Rohstoff die Fehlerquelle, die zum Schadenersatz berechtigt – zum Beispiel in der Höhe der Preisdifferenz, die durch den Nachlass entstanden ist.

Mögliche Leistungen der Produkthaftpflichtversicherung:

  • Kostenübernahme bei Rückrufaktionen, z.B. durch die Lieferung schadhafter Teile von Zulieferern – falls mitversichert
  • Entschädigungszahlung bei Wertminderung von weiterverarbeiteten Produkten aufgrund mangelhafter Rohstofflieferungen
  • Übernahme der Kosten für den Ersatz von fehlerhaftem Material
  • Bei Fehlproduktion übernimmt die Versicherung den Kostenblock des Gescjädigten (nicht jedoch die Kosten der Neuproduktion)
  • Übernahme der Gerichtskosten zur Klärung der Haftungsfrage
  • Übernahme der übrigen Kosten im Zusammenhang mit der Klärung der Haftung.

Der Produkthaftpflichtversicherung Vergleich gehört in die Hände von Fachleuten

Gerade weil im Bereich der Produkthaftpflichtversicherung so viele Risiken abzudecken sind, so viele Informationen zum Produkt oder den Produkten Vertragsgegenstand werden, ist hier das Konsultieren eines Experten unerlässlich. Denn wer im Bereich dieser Versicherung Fehler macht - nicht einmal vorsätzlich, sondern aus Unwissen - der riskiert seinen nachhaltigen und allumfassenden Versicherungsschutz. Darum ist es hier so elementar wichtig, den kompetenten Versicherungsexperten ins Boot zu holen, damit zum Beispiel eine punktgenaue Risikoanalyse für die Produktpalette durchgeführt wird.

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