Rentenalter steigt: Immer mehr Arbeit für die Rente

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Das blumige Kunstwort „Demographischer Wandel“ umschreibt einen Fakt, der nicht zu leugnen ist: Seit Jahrzehnten werden viel zu wenige Kinder in Deutschland geboren. Wo kein Nachwuchs die umlagefinanzierte, gesetzliche Rente von unten tragen kann, da können auch keine Beiträge generiert werden. Dies führt zu immer geringeren Auszahlungen im Rentenalter für jeden.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Die Lebenserwartung steigt – und damit die Zeit, in der Rente bezogen wird.
  • Dementsprechend wird das Rentenalter nach hinten verschoben.
  • Es bestehen schon Forderungen nach der Rente mit 70.
  • Private Vorsorge hilft dabei, den Renteneinstieg flexibel zu halten.

Jedoch ist der demographische Wandel nur ein Faktor von vielen: Lange Studienzeiten, steigende Anzahl von nicht Beitragspflichtigen (Selbstständige, Freiberufler, Freelancer usw.) und prekäre, kurzfristige Beschäftigungen mit geringen Beitragszahlungen verschärfen die Situation zusätzlich. Schließlich ist auch die allgemein verlängerte Lebenserwartung für dieses Rentensystem nicht zuträglich. Denn 90 Jahre sind heute ohne weiteres für jeden erreichbar.

Arbeiten im Alter wird zur Realität

Die Zeiten, in denen man mit 65 voll versorgt in den Ruhestand gehen konnte sind, zumindest für die normalen Arbeitnehmer, lange vorbei. Das Rentenalter von 68 Jahren ist bereits beschlossen. Schon machen Forderungen nach einem Eintrittsalter für die Rente von 70 Jahren immer mehr die Runde und es gibt keine Garantie, dass damit Schluss ist. Das Arbeiten im Rentenalter wird deshalb zur bitteren Realität, wenn Sie nicht rechtzeitig vorsorgen.

Den Fakten ins Auge sehen

Die Vogel-Strauß-Taktik mag bequem sein, in Bezug auf die Rente ist sie aber fatal. Darum die dringende Bitte an Sie: Sehen Sie der Realität ins Auge und verschieben Sie die notwendigen Schritte nicht auf morgen. Sie möchten mit Sicherheit nicht mit 70 Jahren noch zwingend einer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Darum zögern Sie nicht, sondern nehmen Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand. Denn es gibt durchaus Möglichkeiten, wie Sie der drohenden Altersarmut mit Zwang zur Arbeit von der Schippe springen können.

Überblick verschaffen

Welches Einkommen haben Sie heute und welcher Rentenanspruch wird sich daraus ableiten? Ihre Rentenversicherung kann Ihnen bei dieser Einschätzung helfen. Bedenken Sie, dass sich die Kaufkraft der ermittelten Rente um die jährliche Inflation schmälert. Auch diesen Betrag müssen Sie bei Ihrer Versorgungslücke berücksichtigen. Wenn Sie wissen, was rein gesetzlich im Alter auf Sie zu kommt, können Sie Gegenmaßnahmen ergreifen.

Sparen, Planen, Absichern für das Rentenalter

Es gibt viele Modelle der privaten Altersvorsorge, mit der Sie sich für das Rentenalter absichern können. Wichtig für Sie ist, dass Ihr Produkt möglichst sicher ist. Es nützt ihnen nichts, fünf Jahre in Eigenregie phantastische Renditen durch Börsenspekulation zu generieren und im sechsten Jahr durch eine Fehlinvestition alles zu verlieren. Sie brauchen Sicherheit. Ein Angebot dazu ist beispielsweise die Rürup-Rente. Damit können Sie einen garantierten, lebenslangen Auszahlungsbetrag generieren, der Ihre Altersversorgung schon ganz gut aufstocken kann. Die Rürup-Rente ist zwar teuer, bietet aber sehr interessante Möglichkeiten zum Steuern sparen.

Bei klassischen Lebensversicherungen sind zwar kaum noch Zinsen zu erwarten, jedoch sind sie nach wie vor eine sichere Geldanlage. Darüber hinaus stehen noch zahlreiche Anlagemöglichkeiten bereit, die Ihnen den Boden unter den Füßen im Alter tragfähig halten können. Immobilien müssen beispielsweise nicht immer in physischer Form besessen und verwaltet werden. Fondsgebundene Immobiliensparpläne von etablierten Anbietern können hier Gleiches bewirken. Nur haben Sie mit diesen Anteilsscheinen wesentlich weniger Aufwand als mit einer eigenen Immobilie.

Schließlich zeigen alle Statistiken das gleiche Bild: Aktien und Unternehmensbeteiligungen sind und bleiben die renditeträchtigste und sicherste Anlageform von allen – wenn man sie richtig anwendet. Mit Geduld und Ausdauer lässt sich durch verantwortungsvolles und umsichtiges Investieren ein sehr interessantes Portfolio aufbauen. Wer allerdings nicht über das nötige Fachwissen verfügt, sollte sich hier professionelle Unterstützung holen.

Artikelbild: ©iStock/Mark Bowden

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