PKV wegen Flexibilität interessant für Studenten und junge Menschen

0
291
PKV für Studenten ist interessant als studentische Krankenversicherung - Finanzvergleich100

Das Erststudium ist in Deutschland nach wie vor kostenlos. Umsonst ist es jedoch nicht. Mag für die Lehre nichts berechnet werden, ist die Finanzierung des Lebensunterhaltes jedoch Privatsache des einzelnen Studenten. In vielen Dingen sind die heranwachsenden Fachkräfte deshalb in ihren Studienjahren oft sehr genügsam. Aufs Auto wird häufig ganz verzichtet, beim Wohnen ist man schon für ein einigermaßen komfortables Zimmer in einer WG sehr glücklich. Dennoch gibt es fixe Posten, auf die auch ein Student nicht verzichten kann. Ganz oben auf der Liste steht die Krankenversicherung.

Auf einen Blick – die wichtigsten Infos

  • Private Krankenversicherung gibt es als Zusatzversicherung oder Vollversicherung.
  • Die private Zusatzversicherung schließt die Lücke der gesetzlichen Kassen.
  • Bei der Vollversicherung ist ein frühzeitiger Beginn lohnenswert.
  • Eine PKV für Studenten kann sich dann lohnen, wenn nach dem Studium weiterhin eine private Krankenversicherung bestehen soll.

Nicht versichert? Undenkbar!

In Sachen Krankenversicherung besteht ein wesentlicher kultureller Unterschied zwischen Deutschland und den USA. Hierzulande ist es schlicht undenkbar, auch nur einen einzigen Tag ohne Krankenversicherung zu sein. Glücklicherweise bieten die gesetzlichen Krankenkassen für junge Menschen sehr interessante Tarife an. Mit 65 bis 85 Euro im Monat kann man bereits bis zum 30. Lebensjahr (alternativ: Bis zum 14. Fachsemester) einen umfassenden Krankenversicherungsschutz in Anspruch nehmen. Noch interessanter können hier die Angebote von privaten Krankenkassen sein.

PKV ist nicht gleich PKV

Die private Krankenversicherung kann als Zusatzversicherung oder als Vollversicherung dienen. Beide Varianten laufen unter der Bezeichnung PKV, unterscheiden sich in ihrer Ausrichtung aber erheblich.

Sinnvolle private Zusatzversicherungen sind beispielsweise: Krankenhaus-Tagegeldversicherungen, Zahn-Zusatzversicherungen, Brillenversicherungen oder Zusatzversicherungen für kosmetische Operationen. Diese privaten Versicherungen schließen eine Lücke, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr gedeckt ist.

Die private Krankenversicherung kann aber ebenso als Vollversicherung abgeschlossen werden. Als studentische Krankenversicherung ist sie aufgrund der geringen Beiträge durchaus interessant. Die Angebote beginnen bereits bei 59 Euro im Monat.

Studentische Krankenversicherung als private KV

Das Finanzierungssystem der privaten Krankenversicherungen unterscheidet sich erheblich von dem der gesetzlichen KV. PKV-Systeme sind mit einem partiellen Vermögensaufbau gekoppelt. Diese Rückstellungen dienen dazu, die Beitragskosten im hohen Alter noch bezahlbar zu halten. Als studentische Krankenversicherung sind PKVs deshalb durchaus geeignet. Ihre volle Stärke spielen sie aber erst dann aus, wenn sie ein Leben lang beibehalten werden.

Flexible PKV für junge Menschen

Große Wechsel in der beruflichen Biographie sind heute der Normalfall. Auch dass ein Studium länger als 14 Semester dauern kann oder das GKV-Höchstalter für den Studententarif von 30 Jahren überschritten wird, geschieht sehr häufig. Hier greifen flexible Angebote der PKV dem angehenden Akademiker unter die Arme. Auch für über 30-Jährige stehen noch Tarife für ca. 100 Euro im Monat offen. Jedoch muss irgendwann einmal mit dem Vermögensaufbau begonnen werden, sonst wird es mit einer PKV irgendwann sehr teuer.

Beiträge dem Einkommen anpassen

Bei einer GKV geschieht die Anpassung der Beiträge an das Einkommen immer automatisch: Für den Arbeitnehmer werden 7,3% des Bruttoeinkommens für die Krankenversicherung einbehalten. Bei der PKV berechnet sich der Anteil aber flexibel. Grundsätzlich steigen die Beiträge für eine PKV mit dem Alter aufgrund des immer höher werdenden Krankheitsrisikos. Das führt zwar zu erfreulich niedrigen Beiträgen in jungen Jahren, kann sich aber auf enorme Beiträge im höheren Alter umkehren.

Die Flexibilisierung der Beiträge dient nun dazu, hier vorzubeugen. Da die Einkünfte im Alter ohnehin eingeschränkt sind, wirkt sich eine hohe Belastung für die Krankenversicherung noch dramatischer aus. Darum bieten die meisten PKVs ihren Mitgliedern an, bereits in jüngeren Jahren freiwillig einen höheren Beitrag zu zahlen, damit Rückstellungen für das Alter aufgebaut werden können.

Wechsel möglich, aber unwirtschaftlich

Eine PKV ist dann besonders wirtschaftlich, wenn sie als „Bund fürs Leben“ verstanden wird. Ein Wechsel zwischen den Systemen ist möglich, jedoch immer mit sehr hohen Kosten bzw. dem Verlust von Vorteilen verbunden. Zwar ist es als Student schwer vorauszusagen, ob man als abhängig Beschäftigter oder als Selbständiger durchs Berufsleben gehen wird. Wenn aber ein klassisches Freiberufler-Fach gewählt wird, beispielsweise Rechtswissenschaft, Kunst oder Medizin, dann können mit einer frühzeitigen Entscheidung zur PKV als studentische Krankenversicherung große wirtschaftliche Vorteile erreicht werden.

Artikelbild: Wavebreakmedia Ltd/Wavebreak Media/Thinkstock

 

Diese Seite bewerten
Kostenlosen Vergleich anfordern
Teilen
Vorheriger ArtikelKeine Kfz-Steuer bis 2020 für Elektroautos
Nächster ArtikelBeisetzung: Ihre Rechte als Hinterbliebener
Die perfekte Absicherung für jedes Bedürfnis – das ist unser Ziel! Die Finanzvergleich 100 GmbH ist Ihr Partner für den kompetenten Versicherungsvergleich. Außerdem informieren wir Sie laufend über spannende Neuigkeiten im Finanz- und Versicherungsbereich. So bleiben Sie jederzeit kostenlos auf dem Laufenden.

Keine Kommentare

Kommentieren Sie den Artikel