Umgang mit Demenz, Alzheimer und Co

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Pflegezusatzversicherung - Umgang mit Demenz, Alzheimer und Co

Das Thema Demenz rückt immer stärker in den Fokus. Es ist mittlerweile nahezu allgegenwärtig, zumal in Deutschland und anderen Industrienationen die Gesellschaft in einem rasanten Tempo altert. Alleine in Deutschland gibt es laut Studien bereits jetzt rund 1,5 Millionen Demenzkranke.

Gedächtnisverlust, Verwirrtheit, ein veränderter räumlicher Orientierungssinn – die Liste der Symptome der oftmals schleichend verlaufenden Krankheit ist lang. In Japan hat sich jetzt aber die Stadt Iruma zum Vorreiter im Kampf gegen die Folgen von Demenz, Alzheimer und Co. aufgeschwungen und präsentiert eine mehr oder wenige innovative Lösungsvariante.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Demenzerkrankungen nehmen weltweit rasant zu.
  • Bereits 2050 werden über drei Millionen Demenzkranke in Deutschland prognostiziert.
  • Umgang mit Demenz: Pflegereform bewertet Demenzerkrankungen und die entsprechenden Folgen neu.
  • Gute Absicherung mit Pflegezusatzversicherung ist wichtiger denn je.

Premiere in Japan: QR-Codes für Demenzkranke

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, sollen Demenzkranke dort zukünftig Mini-Aufkleber mit QR-Codes erhalten. Die scanbaren Etiketten, die jeweils mit einer individuellen Identitätsnummer ausgestattet sind, werden dabei auf Hand- oder Fußnägel aufgeklebt. Wie es heißt, kann die Polizei anhand der gespeicherten Daten eine verirrte Person dann einer Verwaltung zuordnen. Diese hilft dann anschließend, den Wohnort bzw. Angehörige ausfindig zu machen.

Den Angaben zufolge wird ein derartiger Service kostenlos zur Verfügung stehen. Gegenüber der Nachrichtenagentur erläuterte ein Stadtangestellter, dass ähnliche Aufkleber bereits für Schuhe und Kleidung vorliegen. Da aber auch Demenzkranke nicht jeden Tag die gleichen Anziehsachen tragen, ist die Idee mit den Etiketten für Fuß- und Fingernägel entstanden. Die lediglich einen Zentimeter großen Aufkleber haften rund zwei Wochen lang. Die QR-Codes sind dabei auch dann funktionsfähig, falls sie nass werden sollten.

Prognose: Drei Millionen Demenzkranke in Deutschland bis 2050

Ob dieses Beispiel Schule macht, bleibe einmal dahin gestellt. Fakt ist aber, dass das Thema Demenz nahezu tagtäglich an Dringlichkeit zunimmt. Die Beschäftigung mit einer Absicherung für den Pflegefall gehört also neben der privaten Rentenversicherung unbedingt zur Altersvorsorge dazu. Wissenschaftler der Universität Bonn gehen in einer aktuellen Studie im Rahmen des Kompetenznetzes Demenz davon aus, dass die Zahl an Demenzkranken in den kommenden Jahrzehnten aufgrund der steigenden Lebenserwartung eminent zunehmen wird.

Auch Dr. Horst Bickel von der Psychiatrischen Klinik und Poliklinik der TU München hat in einer Studie für die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DalzG) alarmierende Zahlen veröffentlicht. Demnach rechnet er mit jährlich etwa 40.000 Neuerkrankungen, sofern es keinen Durchbruch im Hinblick auf Prävention sowie Therapie gibt. Dies würde bedeuten, dass die Zahl der Demenzkranken bis zum Jahr 2050 in Deutschland auf rund drei Millionen steigen würde.

Neue Pflegereform rückt Bedürfnisse von Demenzkranken in den Fokus

Nicht zuletzt um den Umgang mit Demenz mehr in den Fokus zu rücken, wird in Deutschland die Pflegeversicherung gerade von Grund auf erneuert. Dabei geht es in erster Linie um die versicherungstechnische Gleichbehandlung von körperlichen und geistigen Einschränkungen. So wird nun der Umgang mit Demenz auf eine andere Basis gehievt. Denn Menschen mit Demenz sind zwar oftmals noch körperlich in der Lage, bestimmte Dinge auszuführen bzw. zu tun, haben aber bereits geistig vergessen, wie die jeweiligen Handlungen auszuführen sind.

Meistens benötigen die Betroffenen daher quasi rund um die Uhr entsprechende Anleitung und eine Betreuung durch andere Menschen. Seit Anfang 2017 gibt es im Rahmen der neuen Pflegereform nunmehr den neuen Begriff der Pflegebedürftigkeit, der psychische und physische Faktoren gleichsetzt: die so bezeichneten Pflegegrade. Laut des Bundesministeriums für Gesundheit werden durch diese Reform folgende Vorteile generiert:

  • eine Fokussierung auf den Umgang mit Demenz bzw. auf die Bedürfnisse von Demenzkranken
  • neue Begutachtungskriterien
  • im Durchschnitt ein Plus an Geldern
  • Angleichung von Zahlungen an die allgemeine Preisentwicklung
  • es steht insgesamt mehr Geld für die Pflege zur Verfügung

Pflegezusatzversicherung: Angebote gezielt und umfassend miteinander vergleichen

Trotzdem aber bleibt Unsicherheit und Angst vor den zukünftigen Entwicklungen. Unbegründet ist die Furcht vor Demenz und die daraus resultierenden Folgen und Konsequenzen sicherlich nicht. Immerhin hat sich Demenz zu einer echten Volkskrankheit entwickelt. Schließlich leidet jetzt schon jeder dritte Deutsche über 80 Jahren an Demenz. Die Betreuung ist nicht nur eine große respektive zeitintensive Herausforderung für die Familie bzw. Angehörigen, sondern immer auch mit erheblichen Kosten verbunden. Daher sollten Sie sich – gerade angesichts der prognostizierten Entwicklung – zeitnah mit einer Pflegezusatzversicherung befassen.

Headerbild: ©iStock/monkeybusinessimages

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