Energie Fonds: Fossile Energien schwächen die Rente

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Energie Fonds: Gefahr für den Pensiondsfonds? Finanzvergleich100

Der Klimawandel bedroht nicht nur die Natur, sondern möglicherweise auch die Altersvorsorge: Weil viele Pensionsfonds auch über Energie Fonds verfügen, die sich auf fossile Energie beziehen, drohen deutliche Verluste.

In absehbarer Zeit könnte es schlicht und ergreifend untersagt werden, aus Kohle, Öl und Gas Energie zu gewinnen. Dann wären entsprechende Pensionsanteile wertlos. Häufig hängt der Finanzmarkt in diesem Bereich noch der politischen Entwicklung hinterher, die Auswahl der eigenen Fonds sollte demnach sorgfältig ausfallen.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • einige Pensionsfonds investieren in fossile Energie
  • Verbote zur Nutzung fossiler Brennstoffe könnten diese Fonds wertlos machen
  • Umdenken hat noch nicht bei allen Investoren stattgefunden
  • Lösung: aktuelle Energie Fonds beitragsfrei stellen, Alternativen suchen

Zunächst ist der Zusammenhang zwischen einer fondsgebundenen Vorsorgelösung und fossilen Energieträgern nicht einfach zu verstehen. Tatsächlich ist es allerdings so, dass Pensionsfonds vor allem durch eine nachhaltige Anlage überzeugen müssen. Schließlich ist die Laufzeit lang: Im Ruhestand wollen Sie sich natürlich auf eine möglichst üppige Altersvorsorge verlassen können.

Aus dem Grund kommt es zu einer möglichst breiten Streuung der Anlagen – unter anderem wird häufig auch in Rohstoffe investiert. Gegen eine Investition in Rohstoffe ist prinzipiell nichts einzuwenden. Kohle, Öl und Erdgas erscheinen allerdings wenig zukunftsträchtig. Und genau hier liegt die Schwierigkeit.

Bedrohlicher Klimawandel: fossile Energie vor dem Aus

Die Kohle hat ihren Zenit schon lange überschritten. Doch auch die bisher wichtigste fossile Energie, das Erdöl, könnte bald obsolet werden. Fachleute gehen davon aus, dass sich das Ölzeitalter so langsam dem Ende zuneigt. Vor einigen Jahrzehnten gingen Experten noch davon aus, dass die Ölvorkommen bald erschöpft sein könnten. Davon kann derzeit zwar keine Rede sein. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass durch zweifelhafte Methoden wie „Fracking“ auch bisher unzugängliches Erdöl gefördert werden kann.

Doch die Weltgemeinschaft hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die globale Erwärmung seit dem Beginn der Industrialisierung auf maximal 2 °C zu beschränken. So könnte es bald zu einer Situation kommen, dass durchaus noch Erdöl zu fördern wäre, es aufgrund politischer Restriktionen aber zu erheblichen Begrenzungen käme.

Hier besteht ein besonderes Risiko bei den Energie Fonds. Wären entsprechende Einschränkungen beschlossen, würden diese Fonds mit sofortiger Wirkung deutlich an Wert verlieren. Wenn Sie eine Kapitalanlage nur über den Zeitraum von einigen Monaten oder wenigen Jahren betreiben, mag dies noch keine erheblichen Auswirkungen haben – derzeit befinden sich derartige Verbote noch nicht im Gespräch. Bei einem Pensions Fonds ist die fossile Energie aber aufgrund der langen Laufzeiten besonders problematisch.

Keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr?

Dass es sich keinesfalls um übertriebene Panikmache handelt, zeigt ein Vorstoß der Bundesländer. Die Forderung: Ab dem Jahr 2030 soll es verboten werden, neue Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor zuzulassen. Die Fortschritte im Bereich der Batterietechnik lassen es durchaus realistisch erscheinen, dass es bald einen sehr zügig eintretenden Paradigmenwechsel auch im Kraftfahrzeugbau geben könnte. Ein Siegeszug der Elektroautos könnte die Folge sein.

Was Sie mit Energie Fonds tun sollten

Ökonomen stellen fest, dass insbesondere in Deutschland viele Versicherer noch Investitionen in problematische Energie Fonds tätigen. Zahlen Sie als Versicherter in einen Pensionsfonds einzahlen, der möglicherweise auch Energie Fonds besitzt? Dann kann es aus diesem Grund sinnvoll sein, den Vertrag beitragsfrei zu stellen. Auf diese Weise wird nicht immer mehr Geld in zweifelhafte Anlagen investiert. Eine Kündigung ist zwar nicht möglich, mit der Beitragsfreistellung wird aber eine Schadensbegrenzung betrieben.

Im zweiten Schritt sollten Sie dann möglicherweise in einen neuen Fonds investieren, der ohne eine kritische Investition in fossile Energie auskommt. Hier sollte im Vorfeld ein umfangreicher Vergleich stattfinden, denn schließlich handelt es sich bei Ihrer Altersvorsorge um sehr viel Geld – schon kleine Unterschiede bei den zu erwartenden Zinsen können sich erheblich auswirken. Bei der Auswahl sollten Sie also kritisch hinterfragen, wie Ihr Geld angelegt wird. Eine Investition in nachhaltige Energieträger ist dabei unproblematisch, künftig sind hier sogar hohe Renditen zu erwarten.

Headerbild: ©iStock/rclassenlayouts

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