Fahranfänger Versicherung für das Motorrad – so sparen Sie Geld

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Welches Motorrad dürfen Sie als Anfänger fahren? Zunächst stellt sich die Frage, wie alt der Führerschein-Neuling ist. In den 80er Jahren galt, dass bei unter 18jährigen ein Hubraum von 80 ccm und eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h Schluss war. Der Hubraum wurde auf 125 ccm angehoben, bis Januar 2013 blieb aber die Geschwindigkeitsgrenze. Am 19. Januar 2013 ist diese gefallen und unter 18-Jährige auf Kleinmotorrädern mit 125 ccm dürfen nun so schnell fahren, wie der Hersteller es zulässt.

Neulinge über 18 Jahren durften seit jeher immer nur Motorräder mit einer eingeschränkten Leistung fahren. Ausgenommen waren nur diejenigen, die bereits eine zweijährige Fahrpraxis durch den 80/125 ccm Schein nachweisen konnten. Diese Leistungsgrenze ist inzwischen mehrfach deutlich angehoben worden. Vor ca. 20 Jahren galt eine Leistungsbeschränkung noch bei 27 PS. Diese wurde danach auf 34 PS und seit dem 18. Januar 2013 auf 48 PS angehoben.

Gesetz ist das eine, die Versicherung jedoch ein anderes Thema: Die Versicherung von Motorrädern für unter 18-Jährige ist enorm teuer. Im Gegensatz dazu sind die Versicherungen für Motorräder der unteren Leistungsklasse für über 18-Jährige recht preiswert.

Welche Arten der Versicherung gibt es?

Kraftfahrzeuge sind grundsätzlich auf drei Arten versicherbar: Haftpflicht, Haftpflicht mit Teilkasko, Haftpflicht mit Vollkasko. Die Haftpflicht schließt alle Schäden ein, die schuldhaft mit und durch das eigene Fahrzeug entstanden sind. Es ist die absolute Grundversicherung ohne dessen Schutz das Betreiben eines Fahrzeugs in Deutschland nicht möglich ist.

Die Teilkasko schließt einen Teil der Schäden am eigenen Fahrzeug mit ein. Üblicherweise ist durch die Teilkasko der Diebstahl, Brand- und Flutschäden sowie Glasbruch versichert.

Die Vollkasko umfasst alle Reparaturkosten, die durch den Schaden am eigenen Fahrzeug entstanden sind. Doch Vorsicht: Die meisten Versicherer erheben beim Vollkasko-Schutz eine Selbstbeteiligung. Diese liegt üblicherweise bei 300-1000 Euro.

Die Haftpflichtversicherung wird in der Regel für ältere Fahrzeuge mit niedrigem Restwert gewährt. Teilkasko ist für jüngere Gebrauchtfahrzeuge sinnvoll und Neufahrzeuge werden in der Regel grundsätzlich Vollkasko versichert.

Wie berechnet sich die Versicherungsprämie?

Grundlegende Faktoren zur Berechnung der Versicherungskosten sind deshalb:

1. Das Alter des Versicherungsnehmers
2. Die Leistung des Motorrads
3. Der Umfang des Versicherungsschutzes

Die Versicherungen erheben allerdings eine Vielzahl weiterer Faktoren, die den Preis einer Versicherung beeinflussen. Die größten Faktoren sind dabei die Einstufung des Versicherungsnehmers und die Typklasse des Fahrzeugs.

Die Einstufung einer Fahranfänger Versicherung beginnt bei 230% der zu Grunde gelegten Typklasse des Motorrads. Wenn Sie also ein Motorrad fahren möchten, welches mit 500 Euro im Jahr bei einer Einstufung bei 100% kalkuliert wird, dann zahlen Sie für Ihre Fahranfänger Versicherung 1150 Euro im Jahr. Ihre Einstufung sinkt von Jahr zu Jahr, so lange Sie unfallfrei fahren, bis auf 30%. Dann zahlen Sie für das gleiche Motorrad nur noch 150 Euro Versicherung im Jahr.

Die Typklasse des Motorrads ist teilweise durch seine Leistung bestimmt. Es zählen aber noch viele andere Faktoren dazu, beispielsweise die statistische Unfallhäufigkeit mit diesem Typ, die Diebstahlwahrscheinlichkeit und vieles mehr.

Sieben Tipps, für eine günstige Fahranfänger Versicherung für Motorräder

Es gibt nun verschiedene Wege, die Fahranfänger Versicherung so günstig wie möglich zu gestalten.

1. Preiswertes Motorrad wählen
Motorräder leiden unter einem enormen Wertverlust. Es sind besonders für Anfänger zahlreiche Maschinen für wenige hundert Euro am Gebrauchtmarkt verfügbar. Da diese nur mit Haftpflichtschutz versichert werden, ist hier schon ein großes Sparpotential für die Fahranfänger Versicherung.

2. Motorrad mit niedriger Leistung wählen
Motorräder mit niedriger Leistung sind nicht nur gut, um allmählich den sicheren Umgang mit diesen Fortbewegungsmitteln zu lernen. Auch sind sie zumeist deutlich billiger in der Versicherung.

3. Motorrad mit günstiger Typklasse wählen
Ein hochpreisiger amerikanischer Chopper ist in der Regel deutlich teurer zu versichern, als ein japanisches Pendant. Ursache dafür ist eine andere Typklasse, in diesem Fall aufgrund der Diebstahlwahrscheinlichkeit.

4. Günstige Versicherung wählen
Eine Typklasse ist das eine, wie die Versicherung diese auch berechnet etwas anderes. Es können hier Unterschiede bis zu 100% ausmachen, wie eine Typklasse auch in den Beiträgen berechnet wird.

5. Motorrad über die Eltern versichern lassen
Ein Motorrad, welches als Zweitfahrzeug über Vater oder Mutter versichert wird, ist meist sehr günstig in den Prämien. Die Fahranfänger Versicherung wird damit praktisch umgangen, was aber vollkommen legal ist.

6. Schadensfreiheitsrabatte von direkten Verwandten übernehmen
Eltern und Großeltern dürfen ihre Schadensfreiheitsrabatte an Kinder und Enkelkinder weiter geben. So kann eine Fahranfänger Versicherung im günstigsten Fall schon bei 30% starten.

7. Anbieter vergleichen
Nicht nur im Preis – auch in den Leistungen unterscheiden sich die Anbieter der Kfz-Versicherungen zum Teil stark. Ein detaillierter Vergleich kann dabei viel Geld sparen – so können zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot für eine Fahranfänger Versicherung mit Teilkasko mehr als hundert Euro jährlich liegen. Eine professionelle Beratung kann Sie bei der richtigen Wahl unterstützen.

Headerbild: ©iStock/Tomwang112

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