Trendobjekt Brille: Individualität ist angesagt

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Welche Versicherung zahlt, wenn die Brille kaputt geht?

Volkskrankheit Kurzsichtigkeit: Fast jeder zweite Europäer zwischen 25 und 29 Jahren ist kurzsichtig. Interessant ist dabei, dass vor allem die gebildeteren Bevölkerungsschichten betroffen sind. Je höher der Abschluss, desto höher der Anteil der Kurzsichtigen. Unter Akademikern sind es ganze 59 Prozent. Die Brille wird daher für einen immer größeren Anteil der Bevölkerung ein unverzichtbares Hilfsmittel. Hilfsmittel. Umso ärgerlicher, wenn die Brille kaputt geht.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

 

  • Vor allem Kinder und Jugendliche sind betroffen.
  • Viel Bildschirmarbeit und Lesen begünstigen die Entwicklung.
  • Brillen sind Hilfsmittel und Ausdruck des persönlichen Stils.
  • Brillenträger wirken attraktiv und intelligent.
  • Modische Brillen sind häufig ein Kostenfaktor.
  • Die Brillenversicherung hilft, wenn die Brille kaputt geht.

Bildschirmarbeit begünstigt Kurzsichtigkeit bei Kindern

Auf dem Vormarsch ist die Kurzsichtigkeit auch unter Kindern und Jugendlichen. Der Grund dafür sind vermutlich die geänderten Lebensumstände. Besonders gut beobachten lässt sich dies bereits in Asien. In China beispielsweise sind bereits 90 Prozent der Studenten kurzsichtig. In Taiwan sind 84 Prozent der Kinder betroffen. Wissenschaftler vermuten als Grund hinter diesem massiven Anstieg die Anforderungen der modernen Welt. Schon in der Grundschule wird vom Nachwuchs immer mehr Bildschirmarbeit verlangt. Die steigenden Ansprüche und der wachsende Fokus auf Schulbildung haben zur Folge, dass Kinder und Jugendliche den größten Teil ihres Lebens mit Büchern und Lernen verbringen. Smartphones sind ein weiterer Faktor.

Sonnenlicht kann die Entwicklung aufhalten

Im Freien dagegen wird kaum noch gespielt – oder jedenfalls bei weitem nicht genug. Dabei kann Sonnenlicht vorbeugend gegen Kurzsichtigkeit wirken und das Längenwachstum des Augapfels in der entscheidenden Entwicklungsphase hemmen. Ein bis zwei Stunden sollten Kinder täglich bei Sonnenlicht draußen spielen. Zum Vergleich: In Singapur sind es aktuell nur 2,7 Stunden pro Woche, die Kinder im Freien verbringen.

Brillen werden immer beliebter

Voraussichtlich wird sich der Trend hin zur Kurzsichtigkeit aber fortsetzen. Und das bedeutet: Immer mehr Menschen brauchen eine Brille. Was früher als Makel angesehen wurde, ist heute allerdings vielmehr ein Trend-Accessoire. Mittlerweile greifen sogar Menschen zur Brille, die gar keine benötigen. Ein prominentes Beispiel für Brillen-Fans ist Jerome Boateng. Der kurzsichtige Fußball-Profi trägt auf dem Platz zwar Kontaktlinsen – in seiner Freizeit liebt er jedoch auffällige und modische Brillen und designt diese sogar selbst. Damit ist er in guter Gesellschaft: 63,5 Prozent der Deutschen tragen ihre Brille ebenfalls regelmäßig. Dabei legt laut einer aktuellen GfK-Umfrage etwa jeder Zweite großen Wert auf das Design. Die Menschen haben erkannt, dass Brillen mehr sind als eine reine Sehhilfe. Vielmehr haben sie heute einen hohen Stellenwert als Statussymbol oder persönliches Markenzeichen inne. Die Modelle, welche von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, erfüllen allerdings kaum diesen Anspruch.

Design ist besonders wichtig

Neben den bekannten Optiker-Ketten und großen Markennamen greifen daher auch immer mehr Menschen zu einem Nischenlabel oder kleinen Manufakturen, um ihre Individualität mit einer Brille zu unterstreichen. Und Brillenträger kommen gut an: Ein Drittel der deutschen Männer findet Frauen mit Brille „klug und sexy“, während fast 30 Prozent der Frauen einen Brillenträger als „schlau und attraktiv“ einstufen. Die richtige Brille verleiht Stil und Charakter, Menschen mit Brille werden als seriös und kompetent angesehen.

Allerdings gilt: Je individueller und damit teurer das Modell, desto ärgerlicher, wenn die Brille kaputt geht. Denn das kann ins Geld gehen. Die Werte stecken bei hochwertigen Gestellen im Innern. Hochfeste Metalle, säurefeste Kunststoffe, Doppelscharniere, die nicht ausleiern und vieles mehr ist heute bei hochwertigen Brillen möglich. Die größten Preistreiber sind außerdem die Gläser einer Brille. Die Technik in Herstellung und Verarbeitung der Linsen hat heute große Fortschritte gemacht, so dass Designs und Funktionen möglich sind, an die man vor wenigen Jahren noch nicht gedacht hätte.

Brille kaputt? Die richtige Versicherung ist wichtig

Um sich abzusichern, wenn die Brille kaputt geht, entscheiden sich daher zahlreiche Menschen für eine Brillenversicherung. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Viele Tarife knüpfen den Ersatz einer kaputten Brille an zahlreiche Bedingungen und schränken die Leistungen stark ein. Verbraucherschützer finden solche Verträge daher wenig empfehlenswert.

Interessant sind dagegen Versicherungen, die auch die Anschaffung von Sonnenbrillen mit Sehstärke oder einen Ersatz bei Änderung der Sehstärke mit einschließen. Manche Brillen-Zusatzversicherungen bieten auch medizinische Leistungen ähnlich einer Krankenzusatzversicherung, etwa Zuschüsse zu einer Laser-Operation zur Sehschärfenkorrektur oder Vorsorgeuntersuchungen zur Erkennung von grünem Star. Eine Brillenversicherung kann also viel mehr leisten als nur einen Ersatz, wenn die Brille kaputt geht.

Die Preise und Leistungen solcher Tarife unterscheiden sich allerdings massiv – die Einschätzung der Versicherungsexperten dafür reicht je nach Angebot von überflüssig bis sehr sinnvoll. Es ist also empfehlenswert, sich mit dem unterschiedlichen Optionen genau auseinanderzusetzen und sich idealerweise professionellen Rat durch einen Fachmann zu holen – so vermeiden Sie, dass Sie viel Geld in eine unnötige Versicherung investieren und bekommen trotzdem hochwertigen Ersatz, falls Ihre modische Brille kaputt geht.

Headerbild: ©iStock/peshkov

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