Solaranlage: Innovation soll asiatische Konkurrenz ausbremsen

0
316
Solaranlage innovativ - Finanzvergleich100

Die deutsche Solarbranche sieht sich angesichts des wachsenden Wettbewerbs aus Asien schon länger zu deutlichen Preiszugeständnissen bei Photovoltaikanlagen gezwungen. Um dem Konkurrenzdruck standhalten zu können, sind die deutschen Unternehmen dazu aufgerufen, sich durch qualitativ hochwertige Produkte „made in Germany“ von den globalen Mitstreitern abzugrenzen. Gelingen soll dies unter anderem durch innovative Anlagenkomponenten.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Konkurrenz aus Übersee drückt die Preise bei PVA-Bauteilen
  • Deutsche Anlagenbauer möchten sich durch moderne Bauelemente qualitativ absetzen
  • Forschern gelingt Optimierung von Wechselrichtern
  • Solaranlage lässt sich finanziell mittels Photovoltaikversicherung absichern

 

Neuartige Wechselrichter erhöhen Effizienz der Solaranlage

Wissenschaftler des Fraunhofer ISE haben im Rahmen des Forschungsprojekts „PV Pack“ eine neue Generation an Wechselrichtern entwickelt, welche mithilfe eines hochintegrierten Konzepts zur Kostensenkung beitragen sollen. Viele Jahre lang stand bei Fachleuten lediglich die Erhöhung des Wirkungsgrades im Mittelpunkt.

Die Experten des Fraunhofer Instituts haben neue Forschungsansätze gewählt und dabei ganz genau hingeschaut. Potenzial wurde in der Optimierung der Aufbau-, Kühlungs- und Verbindungstechnik gesehen. In Zusammenarbeit mit der Phoenix Contact, SMA sowie dem Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) setzten sich die Forscher das Ziel, einen hochintegrierten Photovoltaik-Wechselrichter mit einer Nennleistung von 70 Kilowatt zu entwickeln.

Im Zentrum der Forschungsarbeiten stand der sogenannte „heiße Kern“, der in der Lage ist, auftretende Verluste der Halbleiter über den Kühlkörper abzuleiten. Dies habe dazu geführt, dass der Einsatz von Sintermaterialen signifikant reduziert und das maximale Temperaturniveau um 30 Prozent angehoben werden konnte. Gleichzeitig habe der gezielte Einsatz von Siliciumkarbit-Halbleitern (SiC) und den damit einhergehenden höheren Taktfrequenzen dazu geführt, dass sich passive Elemente deutlich verkleinern ließen.

Im Ergebnis ergab sich eine höhere Leistungsdichte, bei gleichzeitig reduziertem Materialeinsatz. Inklusive Eigenverbrauch konnte so der Wirkungsgrad der Wechselrichter auf 98,8 Prozent erweitert werden. Zum Vergleich: Der europäische Wirkungsgrad liegt bei 98,3 Prozent.

Deutschlands Photovoltaik-Park wächst weiter

Derweil geht der Ausbau der deutschen Photovoltaiklandschaft ungebremst weiter. Ein wichtiger Treiber sind hierbei Photovoltaik-Großkraftwerke. Deren Zubau belief sich laut Aussage der Intersolar Europe im Jahr 2016 auf weltweit 76 Gigawatt. Damit erreichte die global installierte Photovoltaik-Leistung zum Ende des vergangenen Jahres den stolzen Wert von rund 300 Gigawatt.

An Attraktivität gewonnen haben PV-Großkraftwerke einerseits aufgrund der schnellen Realisierbarkeit und andererseits dank der sinkenden Komponentenkosten. Dies wird laut Prognosen dazu führen, dass die Systempreise im Jahr 2017 um bis zu 38 Prozent sinken werden. Die global ausgebaute Kapazität ist für Unternehmen sowie Privathaushalte eine willkommene Entwicklung. So wirkt sich der Ausbau auch auf die Preise für Solarstrom aus.

In 2016 lagen die durchschnittlichen Kosten zwischen drei und fünf US-Cent und damit auf einem Rekordtief. Zurückzuführen ist der Preissturz neben der wachsenden Konkurrenz allen voran auf günstigere Nachführsysteme, Wechselrichter und Module. Der Kauf einer Solaranlage bleibt demnach nach wie vor attraktiv. Allerdings gilt es, sich vor den Risiken, die aus dem Ausfall dieser Investition resultieren können, anhand einer Photovoltaikversicherung finanziell abzusichern.

Gefahren lauern in Form von Materialdefekten, Bedienungsfehlern, Kurzschluss sowie Brandschäden. Allerdings bietet nicht jede Versicherung einen umfassenden Schutz für eine Solaranlage. Deshalb empfiehlt sich vor Abschluss ein ausführlicher Leistungsvergleich, den Sie völlig kostenlos und unverbindlich nutzen können. Durch die anwachsende Zahl an Großkraftwerken steigt selbstverständlich auch der Aufwand für deren Betrieb und Wartung. Demnach ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich inzwischen hierfür ein eigener Organisation & Methods (O&M)-Markt entwickelt und sich zusehends auf das Management von PV-Kraftwerken spezialisiert hat.

Hierbei setzen die Dienstleister auf High-Tech-Leitwarten zur Überwachung und Fernsteuerung, welche mit innovativen Prognose-, Wartungs- und Kontrollsystemen arbeiten und etwa Roboter und Drohnen verwenden. Die zunehmende Bedeutung der O&M-Dienstleistungen hat dazu geführt, dass der Markt im Vergleich zum Vorjahr um 54 Prozent gewachsen und ein Volumen von 182 GW erreicht hat.

Headerbild: ©iStock/diego_cervo

Solaranlage: Innovation soll asiatische Konkurrenz ausbremsen 5.00/5 (100.00%) 1 Stimme(n)
Kostenlosen Vergleich anfordern

Keine Kommentare

Kommentieren Sie den Artikel