Genug Platz zuhause – Wohnung finanzieren in Großstädten ist schwierig

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Wohnatlas 2017: Wohnung finanzieren in der Großstadt wird schwieriger

In den großen Städten Deutschlands wird es eng. Die Preise stehen auf einem hohen Niveau und Wohnen in der Stadt ist so teuer geworden, dass sich Durchschnittsverdiener nur noch eine vergleichsweise kleine Wohnung finanzieren können. Wer jedoch genug Platz benötigt, sollte einen Umzug in den Randbereich planen, denn hier ist der Wohnraum schon deutlich günstiger zu haben.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Genug Wohnraum für Familien in Städten kaum noch erschwinglich
  • Studie zeigt: München, Nordfriesland und Freiburg im Breisgau teuerste Wohngegenden
  • Auch Singles wohnen in der Großstadt auf engstem Raum

No-Living-Area Großstadt – wer Raum braucht, sollte das Weite suchen

Die zentrale Lage kostet eben etwas mehr – das war schon immer so und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern. Die Situation hat sich im Laufe der letzten Jahre jedoch erheblich verschärft. Wer in Großstädten per Kredit eine Wohnung finanzieren möchte, muss schon sehr tief in die Tasche greifen, um darin auch genügend Platz zu haben. Gerade bei Familien wird das Budget da schon einmal bis zur Belastungsgrenze ausgereizt. Aber ist es denn auch wirklich so dringend erforderlich, mitten in der Stadt zu wohnen?

Wer den Wohnkomfort über die Lage stellt, der lässt die Innenstadt dort, wo sie ist und geht raus aufs Land. Und das muss noch nicht einmal ein großer Sprung sein, denn der Stadtrand reicht meistens schon aus, um werdende Immobilienbesitzer vor eine völlig neue Situation zu stellen. Das belegt mittlerweile auch eine Studie der Postbank namens Wohnatlas 2017, in der die Immobilienmärkte bundesweit genau analysiert wurden.

Mehr Distanz – mehr Platz

Passende und zugleich bezahlbare Immobilien müssen demnach kein Traum bleiben, sofern man denn dazu bereit ist, diesen Traum an anderer Stelle zu träumen. In den allermeisten Städten und Kreisen Deutschlands ist Wohneigentum für Durchschnittsverdiener absolut erschwinglich. Auf der Karte finden sich nur einige rote und gelbe Zonen, in denen es preislich eng werden könnte. Ein bekanntes Beispiel: München. Bayerns Hauptstadt gehört zu jenen Regionen, in denen sich Durchschnittsverdiener Wohnungen zwischen 70 und 90 Quadratmetern leisten können. Im Umland entspannt sich die Lage jedoch zusehends. In den Randbereichen steigt die Fläche auf maximal 120 Quadratmeter, um mit zunehmender Distanz zur Bayernmetropole auf bis zu 200 Quadratmeter oder sogar darüber anzusteigen.

Kein Vergleich also zu Großstädten wie Frankfurt am Main, Hamburg oder Berlin. Denn hier können sich Familien mit Kindern und Durchschnittsverdienst höchstens 100 Quadratmeter leisten. Im Schnitt, so zeigt es die Studie, sind Eigenheime vierköpfiger Durchschnittsfamilien jedoch 136 Quadratmeter groß. Eine Wohnung finanzieren, die diesen Ansprüchen gerecht wird, ist in Großstädten kaum noch möglich. Das obige Beispiel, München, führt derzeit die Liste der teuersten Wohngegenden an. Ihm folgen auf den weiteren Plätzen der Landkreis Nordfriesland, Freiburg im Breisgau, Berlin, Hamburg, der Landkreis Miesbach und dann Frankfurt am Main.

Wohnung finanzieren ist schwierig: Auch Singles sind betroffen

Von dieser Situation sind übrigens nicht nur Familien, sondern auch Singles betroffen. Alleinstehende können sich in München gerade einmal magere 32 Quadratmeter leisten. Angesichts des bundesdeutschen Durchschnitts, nach dem sie rund 98 Quadratmeter beanspruchen, ist das ausgesprochen wenig. Gut zwei Quadratmeter mehr sind es in Nordfriesland und in Freiburg immerhin schon 42. So gilt auch für Singles: Wer Platz benötigt, sollte das Weite suchen und zumindest eine Wohnung am Stadtrand in Erwägung ziehen.

Wer sich bei der Wohnungssuche weiter raus wagt, den erwartet nicht selten auch mehr Lebensqualität durch mehr Platz und mehr Grün drum herum. Und das gilt für alle: Familien, Paare und Singles. Darüber hinaus sind die Randbereiche großer Städte meist noch sehr gut an öffentliche Nahverkehrsnetze angeschlossen, was das Pendlerleben erleichtert. Der Trend geht also allmählich wieder zum Stadtrand.

Headerbild: Vitaly Raduntsev/Hemera/Thinkstock

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