Rentenversicherungspflicht

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    Die Rentenversicherung gehört ebenso wie die Arbeitslosen-, die Kranken-, die Pflege– und die Unfallversicherung zu den Sozialversicherungen. Für bestimmte Personengruppen besteht für diese Sozialversicherungen eine Versicherungspflicht. Das bedeutet, dass man nicht frei wählen kann, ob man sich gesetzlich rentenversichern möchte oder nicht. Unter bestimmten Voraussetzungen ist man von dieser Versicherungspflicht befreit. Grundsätzlich gilt die Rentenversicherungspflicht für alle Personen, die sich in einem Arbeitsverhältnis befinden.

    Wann greift die Rentenversicherungspflicht

    In erster Linie zählen zum versicherungspflichtigen Personenkreis Arbeitnehmer und Auszubildende. Darüber hinaus sind Personen im Wehrdienst und im Bundesfreiwilligendienst, Menschen mit Behinderung, Väter und Mütter während der Zeiten der Kindererziehung, nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen, Studenten mit Nebenjob (unter bestimmten Voraussetzungen) sowie Personen, die Arbeitslosen- oder Krankengeld beziehen, pflichtversichert. Es gibt einige Personengruppen, für die die Versicherungspflicht nicht gilt. Dazu gehören Zeit- und Berufssoldaten, geringfügig Beschäftigte, Beamte, Richter, Altersrentner, satzungsmäßige Mitglieder von geistlichen Genossenschaften sowie Freiberufler und Selbstständige, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Auch wenn viele Selbstständige und Freiberufler tatsächlich nicht versicherungspflichtig sind, so gilt das nicht für alle Selbstständige. Der Versicherungspflicht unterliegen Selbstständige wie Publizisten und Künstler, Handwerker, Hausgewerbetreibende, Hebammen, Erzieher, in der Pflege tätige Personen, Lehrer, Seelotsen, Küstenschiffer, Küstenfischer sowie Selbstständige mit einem Auftraggeber. Für Mini- und Midi-Jobber gelten in der gesetzlichen Rentenversicherung besondere Regelungen.

    Beiträge

    Wer in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, muss einen gewissen prozentualen Anteil seines Bruttoeinkommens abgeben. Seit dem 1. Januar 2015 beträgt der prozentuale Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung 18,7 Prozent. Dieser Anteil wird je zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer getragen. Wer der Rentenversicherungspflicht nicht unterliegt, kann sich freiwillig in der privaten Rentenversicherung versichern und so Rentenansprüche erwerben beziehungsweise dafür sorgen, dass bisherige Ansprüche erhalten bleiben. Umgekehrt kann man sich unter bestimmten Voraussetzungen von der Versicherungspflicht in der Sozialversicherung befreien lassen.

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