Mütterrente

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    Unter der Bezeichnung Mütterrente versteht man die Anerkennung von Erziehungszeiten. Diese Mütterrente gilt für Mütter und Väter, sofern diese Kindererziehungszeiten bei der gesetzlichen Rentenversicherung geltend machen können. Voraussetzung für diese rentengesetzlichen Leistungen ist, dass die Kinder vor dem Jahr 1992 geboren wurden. Bislang konnte Müttern und Vätern von vor 1992 geborenen Kindern lediglich ein Jahr Kindererziehungszeit angerechnet werden. Seit dem 1. Juli 2014 kann für diese Eltern ein weiteres Jahr Kindererziehungszeit berücksichtigt werden. Durch dieses zusätzliche Jahr können sich Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhöhen. Dazu gehören die Hinterbliebenen-, die Erwerbsminderungs- und die Altersrente.

    Wenn der Rentenbeginn vor dem 1. Juli 2014 liegt, erhöht sich die Rente für jedes vor dem Jahre 1992 geborene Kind um einen Entgeltpunkt. Im Westen erhalten Berechtigte ab dem 1. Juli 2014 eine Erhöhung der Bruttorente in Höhe von 28,61 Euro. Im Osten liegt der Bruttopauschalbetrag bei 26,39 Euro. Gestiegen sind diese Beträge noch einmal im Jahr 2015 und zwar auf 27,05 Euro in den neuen Bundesländern und 29,21 Euro in den alten. Mittlerweile liegt der Betrag bei 28,66 Euro für den Osten und 30,45 Euro für den Westen für jedes Kind, das vor 1992 geboren wurde. Es handelt sich hierbei um Bruttobeträge, von denen je nach Situation noch Beiträge zur Kranken– und Pflegeversicherung sowie Steuern abgezogen werden.

    Wann ist eine Antragsstellung nötig

    Wer die Mütterrente beziehen möchte, muss zum Teil selbst tätig werden. Wer bereits vor dem 1. Juli 2014 in Rente gegangen ist und Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung aufgrund von Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder hat, erhält die Rente ohne Antrag. Wer zwar zu diesem Zeitpunkt noch keine Rente bezieht, Kindererziehungszeiten aber bereits geltend gemacht hat, muss ebenfalls nicht tätig werden. Alle anderen sollten ihren Anspruch auf diese rentengesetzliche Leistung von der gesetzlichen Rentenversicherung prüfen lassen.

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