Mindestrente

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    Sobald Arbeitnehmer das Renteneintrittsalter erreichen, erhalten sie eine monatliche Rente, die sich aus den während des Erwerbslebens geleisteten Rentenbeiträgen zusammensetzt. Waren diese Beiträge aus irgendeinem Grund zu niedrig, ist die Rente unter Umständen so gering, dass sie dem Rentner nicht zum Überleben ausreicht. Daher gibt es manchen europäischen Ländern wie in der Schweiz eine Mindestrente, die einen Anspruch auf Zahlungen vom Staat in einer fest definierten Höhe im Alter garantiert. Das deutsche Rentensystem sieht derzeit keine Mindestrente vor. Wer allerdings aufgrund niedriger Einzahlungen im Erwerbsleben oder wegen eines frühzeitigen Ausscheidens aus dem Erwerbsleben nur eine geringe Rente bezieht, hat jedoch eventuell Anspruch auf eine staatliche Grundsicherung im Alter.

    Gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland

    In Deutschland ist die gesetzliche Rentenversicherung Bestandteil des Sozialversicherungssystems. Jeder Arbeitnehmer zahlt in die Rentenversicherung ein und erhält, sobald er in Rente ist, Bezüge aus der Rentenversicherung, die seinen Lebensunterhalt im Alter decken sollen. Die Rentenversicherungsbeiträge werden vom Arbeitgeber abgeführt. Wer besser verdient, zahlt mehr in die Rentenversicherung ein, und erhält daher später höhere Auszahlungen. Wer länger arbeitet, erhält ebenfalls höhere Bezüge.

    Weitere Renten

    Weitere Renten sind in den Sonderfällen Erwerbsunfähigkeit oder bei Tod des Lebenspartners als sogenannte Witwen- bzw. Witwerrente. Neben den gesetzlichen Vorgaben zur Alterssicherung gibt es außerdem betriebliche und private Altersvorsorgungsmodelle.

    Altersarmut und demografischer Wandel

    Der demografische Wandel und die immer häufiger anzutreffende Altersarmut haben dazu geführt, dass die große Koalition die Einführung einer Mindestrente für 2017 plant. Bundesarbeitsministerin Nahles strebt die Einführung dieser Rente als solidarische Lebensleistungsrente an, die ehemals erwerbstätige Personen, die im Alter zu geringe Rentenbezüge erhalten, zusätzlich absichern soll. Langjährig Versicherte, die zwischen 2017 und 2023 mindestens 35 Jahre und nach 2023 mindestens 40 Jahre gearbeitet haben, sollen Anspruch auf solch eine solidarische Lebensleistungsrente erhalten. Damit sollen insbesondere Geringverdiener und Menschen abgesichert werden, die andere Menschen gepflegt oder Kinder erzogen haben.

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