Mindestlohn

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    Im Jahr 2015 wurde der Mindestlohn in Deutschland eingeführt. Es handelt sich hierbei um ein gesetzlich festgelegtes Arbeitsentgelt. Es erfolgt aus einem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag, der einem möglichen Lohnwucher vorbeugen soll. Alle Arbeitnehmer haben, ab dem 1. Januar 2017, einen Anspruch auf den Brutto-Betrag von 8,84 Euro pro Zeitstunde. Die Höhe wird durch die Bundesregierung festgesetzt. Der Mindestsold ist somit auch an Arbeitskräfte auszuzahlen, die keinerlei berufsspezifische Qualifikationen mit sich bringen.

    Ausnahmen

    Auch Praktikanten haben einen Anspruch auf die staatlich beschriebene Summe. Eine Ausnahme gilt, wenn das Praktikum im Rahmen im Rahmen der schulischen Ausbildung oder als Voraussetzung für das Studium absolviert wird. Auch Praktika, die maximal drei Monate andauern, müssen nicht per Mindestlohn vergütet werden. Ebenfalls ausgenommen von der Regelung sind Minderjährige und Auszubildende. Langzeitarbeitslose, die mindestens ein Jahr berufsuntätig waren, haben erst ein halbes Jahr nach Wiedereinstieg Anspruch auf die Mindestvergütung.

    Gesellschaftliche Diskussion

    Das Recht auf den minimalen Lohn, das von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit der Zollverwaltung reguliert wird, kann nicht verwirkt werden. In Politik und Wirtschaft wird die Thematik seit der Einführung kontrovers diskutiert. Im Rahmen der finanziellen Vorsorge ist der Mindestslohn – auch aus humanitärer Sicht – ein von den Befürwortern gutgeheißener Aspekt im Kontext der Menschenwürde. Somit soll auch die soziale Isolierung vermieden werden und den Arbeitnehmern Motivation und Perspektive zugesprochen werden. Die Gegner befürchten negative Folgen für den Arbeitsmarkt, beispielsweise den Stellenabbau. Diese sind bislang nicht nachweisbar.

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