Inflationsrate

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    Inflation ist ein Begriff aus der Volkswirtschaftslehre – speziell der Makroökonomie. Sie bezeichnet eine über mehrere Perioden anhaltende Erhöhung des Güterpreisniveaus, welche gleichzeitig zu einer Minderung der Kaufkraft des Geldes führt. Inflation wird durch Preisänderungen bestimmter Güter eines Warenkorbes gemessen, in Deutschland wird dafür der Verbraucherpreisindex herangezogen, der vom Statistischen Bundesamt jeden Monat berechnet und veröffentlicht wird. Die Inflationsrate beschreibt die prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber der vorangehenden Periode, ist demnach ein Maßstab, wie sich die Preise für private Verbrauchsausgaben durchschnittlich in Deutschland ändern.

    Ziele der Zentralbank

    Die Europäische Zentralbank (EZB) ist für die Regulierung der Geldmenge im Euroraum zuständig. Als oberstes Ziel gibt die EZB die Preisniveaustabilität aus, Zielgröße dafür ist die Inflationsrate, die im Volksmund auch häufig als Teuerungsrate bezeichnet wird. Preisniveaustabilität soll durch einen moderaten Anstieg des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) von knapp unter zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Sofern die Preisniveaustabilität nicht gefährdet ist, unterstützt die EZB die Wirtschaftspolitik im Euroraum, mit dem Ziel, die Bedingungen für eine hohe Beschäftigung und ein dauerhaftes Wachstum zu stärken.

    Inflation und Löhne

    Steigen die Preise stärker als die Löhne, dann sinken die Reallöhne und die Kaufkraft der Haushalte nimmt ab. Umgekehrt nimmt die Kaufkraft der Haushalte zu, wenn die Löhne stärker als die Preise steigen. Durch Preis- und Lohnerhöhungen kommt es zu sogenannten Lohn-Preis-Spiralen, die zu einem Verteilungskampf zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften führen.Eine überdurchschnittliche Inflation mindert den Wert von Ihrem Gesparten sowie Ihrer Rente.

    Hyperinflation

    Als Hyperinflation wird eine unkontrollierbare Inflation bezeichnet, die sich durch sehr hohe monatliche Inflationsraten auszeichnet. Kapitalflucht (Anlagen in fremder Währung) und eine Flucht in Sachwerte sind typische Reaktionen von Wirtschaftssubjekten auf Hyperinflationen. Eine Hyperinflation hält meist nur kurze Zeit an und endet in der Regel in einer Währungsreform. In der Zeit davor ist eine vorübergehende Verknappung von Zahlungsmitteln durch die Bank oft zu beobachten, da Kunden ihre Ersparnisse abzuheben versuchen.

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