Depression

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    Die Depression ist eine zeitliche Phase im Konjunkturzyklus, die von allen Anlegern und auch Banken sowie Finanzdienstleistern gefürchtet wird. Sie beginnt damit, dass nach einer langen Phase sinkender Wachstumsraten oder gar einer Stagnation das Bruttosozialprodukt abnimmt und auch die Beschäftigung zurückgeht. Für einen kurzen Zeitraum entwickelt sich eine kleine Abwärtsspirale des Wohlstands, die meistens nach einigen Jahren durch eine neue Aufschwungsphase abgelöst wird.

    Depression und Altersvorsorge

    Die Depression ist dadurch gekennzeichnet, dass sie branchen- und regionsübergreifend ein ganzes Land trifft. Für Anleger, die bei Ihrer Altersvorsorge auf Wertpapiere wie Aktien gesetzt haben bedeutet dies: Die Verkaufserlöse bleiben hinter den bisherigen Höchstkursen zurück, der insgesamte Wertzuwachs ist geringer als angenommen. Für Anlegerinnen und Anleger, die sich in der Ansparphase befinden, ändert sich vergleichsweise wenig: In den Monaten mit geringeren Kursen bekommen sie bei gleichen Einzahlungen schlichtweg mehr Wertpapiere oder Fondsanteile. In der Literatur wird dies auch als Cost average-Effekt bezeichnet.

    Wie Sie den Verlust vermeiden

    Entgegen einer zu häufig verbreiteten Ansicht gibt es gegen die Auswirkungen der Depression nicht nur Gegenmaßnehmen zur Ankurbelung der Konjunktur. Sorgen Sie selbst für Ihre Rentenphase vor, so können Sie rechtzeitig vor Rentenbeginn den Anteil der konjunkturabhängigen Wertpapiere verringern und in festverzinsliche Wertpapiere umschichten. Für einen Einsteiger in die Altersvorsorge mit Mitte 20 bedeutet dies, dass er vielleicht bis zum 59. oder 69. Lebensjahr die volle, hohe Rendite der Aktien nutzt. Und dann Jahr für Jahr umschichtet. Dies könnten Sie entweder mit einem Depot selbst tun oder einen speziellen Laufzeitfonds nutzen. Dieser wird mit einer Endfälligkeit beschrieben und beginnt etwa fünf Jahre vor der Auszahlung mit der Umschichtung.

    Im Bereich der Geldanlage bzw. Altersvorsorge ist die Depression oftmals auch durch eine Niedrigzinsphase gekennzeichnet. Deshalb werden in diesem Zeitraum neben Sachwerten wie Immobilien oder auch einer Beimischung von Rohstoffen bei der Geldanlage Aktien von Standardwerten noch interessanter. Diese gelten als vergleichsweise robust bei Konjunkturschwankungen und arbeiten mit einer hohen Dividende und möglichen Kursgewinnen am jährlichen Wertzuwachs.

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