Blue Chips

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    Der Begriff der Blue Chips wird sehr häufig an den Aktienmärkten genutzt. Er bezeichnet die größeren, kapitalstärkeren Unternehmen – wird aber nicht in Bezug auf die Marktkapitalisierung genau abgegrenzt. Unbestritten gehören in Deutschland alle 30 Werte des Aktienindexes DAX (Wertpapierkennnummer 846900) zu den Blue Chips. Dazu kommen aber auch noch weitere Werte mit hoher Marktkapitalisierung oder Bedeutung für die Anleger. Am deutlichsten wird die Abgrenzung, wenn man diese mit den Aktien von mittelständischen Unternehmen vergleicht.

    Der Anleger in Blue Chips erhält seinen Mehrwert aus zwei Quellen: Einerseits aus den jährlichen Zahlungen aus dem Unternehmensgewinn – die Dividende genannt werden – und vom Geschäftsverlauf abhängig sind. Darüber hinaus bilden viele Aktiengesellschaften stille Reserven durch den Aufbau eines Unternehmens- und Markenwertes wie auch steigende Marktanteile.

    Hochwertige Aktien als persönliche finanzielle Vorsorge

    Für den Aufbau einer Altersvorsorge oder das Ansparen für den Kauf einer Immobilie sind die Blue Chips von besonderer Bedeutung: Gebündelt als Aktienfonds, als ETF oder auch als Einzelinvestments lassen sie langfristig gesehen – und trotz aller Schwankungen – das Vermögen meist schneller anwachsen als dies bei der Anlage nur in festverzinsliche Wertpapiere der Fall wäre. Der Grund dafür liegt in der Stärke der großen, oftmals weltweit präsenten Unternehmen.

    Wenn Aktien zur Altersvorsorge genutzt werden, dann kommt es aber auch ganz besonders auf die Gebühren an, die den Wertzuwachs schmälern können. Deshalb suchen viele Anleger die Investitionsmöglichkeiten online und profitieren neben niedrigeren Gebühren auch von umfassenderen Informationen und einer besseren Vergleichbarkeit der vorgeschlagenen Investitionsalternativen. Manche Marktbeobachter raten zudem wegen der Quasi-Abschaffung der Zinsen auf festverzinsliche Wertpapiere noch eindringlicher zu dieser Investitionsmöglichkeit.

    Risikobereitschaft muss auch da sein

    Bei der Anlage in die Aktien der großen Aktiengesellschaften ist die Risikostreuung von besonderer Bedeutung: Die meisten werden zwar über die Konjunkturzyklen hinweg einen stabilen Aufwärtstrend des Gesamtwertes vorweisen können. Gegenbeispiele wie die Kursentwicklung von VW oder der Deutschen Telekom AG zeigen aber auch, dass die Börsen keine Einbahnstraße sind und auch Kursverluste möglich sind. In der langfristigen, historischen Betrachtung lag die Rendite allerdings im hohen einstelligen Prozentbereich.

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