Betriebskrankenkasse

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    Bei einer Betriebskrankenkasse (BKK) handelt es sich um eine Spezialform innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten können eine solche eigenständige Krankenkasse gründen. Die ersten Betriebskrankenkassen entstanden im 19. Jahrhundert. Bis 1996 durften sich nur Angestellte der jeweiligen Firma über diese Kasse versichern. Die Liberalisierung des Wahlrechts für Krankenkassen hat dazu geführt, dass sich eine Betriebskrankenkasse für alle anderen Sozialversicherungspflichtigen öffnen kann. Diese Öffnung kann bundesweit oder regional erfolgen. Die Mehrzahl der betrieblichen Krankenversicherungen hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Seit der Liberalisierung hat sich die Anzahl der Betriebskrankenkassen deutlich reduziert, mittlerweile gibt es weniger als einhundert Anbieter. Das lag an zahlreichen Fusionen. Insbesondere kleinere Kassen haben sich zusammengeschlossen, um mit niedrigeren Verwaltungskosten auf dem Markt zu bestehen. Die Kassen verfügen insgesamt über etwa zehn Millionen Versicherte.

    Leistungsspektrum der Betriebskrankenkassen

    Betriebskrankenkassen unterliegen den gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen wie andere gesetzliche Krankenversicherungen. Sie verwalten sich selbst, die Versicherten sowie die Arbeitgeber bestimmen die Zusammensetzung der Selbstverwaltungsorgane alle sechs Jahre. Die betrieblichen Kassen fungieren zudem als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Der Gesetzgeber bindet sie auch an den vorgeschriebenen Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung, wie die Konkurrenten dürfen sie in begrenztem Umfang Zusatzleistungen anbieten. Bei der Wahl der Betriebskrankenkasse verdienen diese Zusatzleistungen sowie die aktuelle Beitragshöhe Aufmerksamkeit.

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