Beitragsbemessungsgrenze

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    Die Beitragsbemessungsgrenze spielt eine wichtige Rolle bei der gesetzlichen Sozialversicherung. Sie stellt den oberen Grenzwert dar, bis zu dem das Einkommen für die Beitragsberechnung angerechnet wird. Der Verdienst, der diesen Grenzwert übersteigt, ist beitragsfrei. Daraus ergeben sich Höchstbeiträge für Krankenversicherungsbeiträge, Arbeitslosenversicherungsbeiträge, Beiträge zur sozialen Pflegeversicherung und Rentenversicherungsbeiträge für Besserverdiener.

    Grenzwert für alle Versicherten wichtig

    Die Beitragsbemessungsgrenze ist für Privatversicherte und gesetzliche Versicherte in der Krankenversicherung gleichermaßen wichtig. Der Grenzwert für gesetzlich Versicherte liegt bei 4.237,50 Euro (Stand 2016). Daraus ergibt sich ein Krankenversicherungsbeitrag von monatlich knapp unter 310 Euro – sowohl für den Arbeitnehmer, wie auch den Arbeitgeber. Liegt das Bruttogehalt höher, steigt der Versicherungsbeitrag nicht weiter an. In der privaten Krankenversicherung werden der Maximalbeitrag zum Basistarif sowie der Höchstzuschuss des Arbeitgebers zur Versicherung aus der Beitragsbemessungsgrenze bestimmt. Der Arbeitgeber schießt allerdings nur bis zum oben genannten Bruttogehalt die knapp 310 Euro zu, liegt das Bruttogehalt des Versicherten höher, muss der Versicherte mehr als die Hälfte des Versicherungsbeitrags aus dem Bruttogehalt leisten. Außerdem müssen kassenindividuelle Zusatzbeitragssätze beachtet werden, die vom Arbeitnehmer getragen werden.

    Weitere Beitragsbemessungsgrenzen

    Auch bei der sozialen Pflegeversicherung, der gesetzlichen Rentenversicherung sowie der Arbeitslosenversicherung gibt es fest definierte Obergrenzen, bis zu denen das Bruttogehalt angerechnet wird. Besserverdiener zahlen auch bei diesen Sozialversicherungsleistungen einen Höchstbeitrag. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung sind die Beitragsbemessungsgrenzen im Osten Deutschlands niedriger als im Westen der Republik. Bei der sozialen Pflegeversicherung liegt der Höchstbeitrag für kinderlose Mitglieder zudem etwas höher. Voraussetzung ist allerdings, dass sie das 23. Lebensjahr erreicht haben und nicht vor 1940 geboren wurden.

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