Ausschüttung

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    Der Begriff der Ausschüttung bezeichnet entweder die Gesamtsumme der Auszahlungen aus dem Bilanzgewinn einer Aktiengesellschaft an die Aktionäre oder auch die Zahlung pro Aktie. Allerdings ist inzwischen der äquivalente Begriff der Dividende wesentlich gebräuchlicher.
    Die erwartete Höhe der Ausschüttung bzw. Dividende ist eines der Entscheidungskriterien für Aktionäre, insbesondere wenn sie die Aktien längerfristig halten wollen. Eine stets hohe Ausschüttung bzw. eine hohe Ausschüttungs- bzw. Dividendenrendite unterstützt den Vermögensaufbau und wird gerade in die Niedrigzinsphase auch als Ersatz für die Erträge festverzinslicher Wertpapiere gesehen. Allerdings ist die Höhe der Dividende bei Kauf der Aktie nicht festgelegt, sondern kann lediglich prognostiziert werden.

    Wovon ist die Höhe der Dividende ist abhängig?

    • Dem wirtschaftlichen Erfolg der Aktiengesellschaft: Dieser spiegelt sich im Jahresüberschuß und Bilanzgewinn wider. Nur diejenigen Mittel, die auch tatsächlich erwirtschaftet werden konnten, können ausbezahlt werden.
    • Der Dividendenpolitik der Unternehmen – die oftmals auch in den Investor Relations-Bereichen oder Unterlagen gefunden werden. Meist gibt die Unternehmensleitung eine langfristige Marschroute vor, wie hoch die Prozentanteile der einbehaltenen (= im Unternehmen als Reserve gehaltenen) Mittel und der Dividende sein sollen. Laufen die Geschäfte sehr gut, so kann die Dividende auch erhöht werden.
    • Dem kulturellen Umfeld und den Gesetzesgrundlagen: Bis Mitte der 90er-Jahre und vor der Deregulierung der Kapitalmärkte gab es eine Art Mindestauszahlungsquote! Nur bestimmte Prozentsätze durften im Unternehmen als freie Rücklagen verbleiben, der Rest musste ausbezahlt werden.
    • Dem Beschluss der Versammlung aller Aktionäre: Die Unternehmensleitung unterbreitet einen Vorschlag für die Höhe der Dividende, die sowohl den Eigentümern, als auch dem gesamtunternehmen zugutekommt. Die endgültige Entscheidung trifft aber die Hauptversammlung.

    Aktien als finanzielle Vorsorge

    Neben den Kurssteigerungen ist eine langfristig hohe Dividende eine der wesentlichen Motive der Aktionäre, ihr Geld in die Aktien des Unternehmens zu investieren. Bei den meisten Unternehmen gibt es de facto nur Stammaktien, so dass kleinere Anleger und institutionelle Anleger pro investiertem Euro eine gleich hohe Ausschüttungs-Rendite erzielen können.

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