Arbitrage

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    Unter dem Begriff Arbitrage versteht man das Ausnutzen von Preisdifferenzen von Wertpapieren oder sonstigen Gütern an verschiedenen Märkten bzw. Börsen. Häufig sind nur geringfügige Preisdifferenzen betroffen, welche zudem möglichst zeitgleich auftreten müssen. Diese Preisdifferenzen werden dann in einem vergleichsweise großen Umfang im Rahmen sogenannter Arbitragegeschäfte abgewickelt. In der Regel steht hinter einem solchen Arbitragegeschäft eine Gewinnererzielungsabsicht. Dabei werden mittels Arbitrageschäften nicht nur Preisunterschiede von Wertpapieren oder Gütern ausgenutzt, sondern auch Zinsunterschiede unterschiedlicher Kapitalanlagen. Dabei hängt der Erfolg eines Arbitragegeschäftes im Wesentlichen davon ab, wie transparent die verschiedenen Märkte sind. Weil sich die Markttransparenz durch den Einsatz moderner Kommunikations- und Informationssysteme deutlich erhöht hat, sind an Börsen Arbitragegeschäfte allerdings nur noch in begrenztem Umfang möglich.

    Auf dem Wertpapiermarkt spielen und damit Geld verdienen

    Zu den verschiedenen Arten von Arbitrageschäften zählen die Effektenarbitrage, die Devisenarbitrage und die Zinsarbitrage. Die Effektenarbitrage (Wertpapierarbitrage) nutzt aus, dass im Börsenhandel ein und dasselbe Wertpapier an unterschiedlichen Börsenplätzen zu verschiedenen Kursen gehandelt wird. Diese Kursdifferenzen werden dadurch ausgenutzt, dass das Papier an einer Börse billig gekauft und dann an einer anderen Börse teurer verkauft wird. Bei der Devisenarbitrage hingegen nutzt man aus, dass eine bestimmte Währung an unterschiedlichen Devisenplätzen verschiedene Wechselkurse besitzt. Die Zinsarbitrage ist eine Form der Arbitrage, die bestimmte Geschäfte am Geldmarkt beschreibt. Bei diesen Geschäften wird versucht, einen Zinsgewinn durch das Ausnutzen von Zinsdifferenzen an unterschiedlichen Geldhandelsplätzen zu erzielen.

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