Altersvermögensgesetz

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    Das Altersvermögensgesetz (abgekürzt AVmG) bildet zusammen mit dem Altersvermögensergänzungsgesetz (abgekürzt AVmEG) die Grundlage der 2001 beschlossenen und 2002 in Kraft getretenen Reform der gesetzlichen Rentenversicherung. Das Gesetz trägt den vollständigen Namen „Gesetz zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und zur Förderung eines kapitalgedeckten Altersvorsorgevermögens“. Es stellt die größte Veränderung der gesetzlichen Rentenversicherung seit der Einführung des umlagefinanzierten Rentensystems 1957 dar. Die umlagefinanzierte Altersvorsorge wurde somit um eine kapitalgedeckte Komponente ergänzt.

    Reform des Rentensystems

    Ausgangspunkt für die Rentenreform, die im Altersvermögensgesetz mündete, war die Diskussion um den demografischen Wandel und die damit einhergehende Gefahr einer unvollständigen und nicht mehr zumutbaren Finanzierung des Rentensystems durch die arbeitende Bevölkerung. Mit dem Altersvermögensgesetz (sowie ergänzend dem Altersvermögensergänzungsgesetz) sollte die gesetzliche Rentenversicherung langfristig finanzierbar bleiben und gleichzeitig ein angemessener Lebensstandard im Alter beibehalten werden können.

    Private Altersvorsorge nimmt an ihrer Bedeutung

    Das Gesetz beinhaltet unter anderem eine Deckelung des Rentenbeitragssatzes auf 20 Prozent bis 2020 beziehungsweise 22 Prozent bis 2030. Gleichzeitig wurde die Rentenanpassung verändert und wieder an die Entwicklung des Bruttolohns gekoppelt, allerdings so modifiziert, dass das Rentenniveau schrittweise abgesenkt wird. Zum Ausgleich der Niveauabsenkung wurde eine staatliche Förderung für betriebliche und private Altersvorsorge eingeführt. Arbeitnehmer sollen damit angehalten werden, die Absenkung im Niveau der gesetzlichen Rente durch eine private kapitalgedeckte Altersvorsorge aufzufangen.

    Riester-Rente und betriebliche Altersvorsorge

    Zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge zählt auch die sogenannte Riester-Rente. Die staatlichen Anreize für eine private kapitalgedeckte Altersvorsorge bestehen in Steuervergünstigungen und staatlichen Vorsorgezulagen. Bei einer betrieblichen Altersvorsorge bekam der Arbeitnehmer das Recht der Eigentumsumwandlung.

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