Die perfekte Hausversicherung – so wird die Gebäudeversicherung richtig zusammengestellt

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Die perfekte Hausversicherung

Es wird an kaum jemandem unbemerkt vorüber gegangen sein: Das Jahr 2016 ist schon nach der Hälfte das Jahr der Unwetter gewesen. Das Wetter wird immer unberechenbarer und dabei kann es dann auch einmal sehr schnell gehen: Fenster werden zerstört, Stürme fegen die Ziegel vom Dach und weitere Schäden am Haus treten im Zuge eines Unwetters auf. Wer da als Hauseigentümer nicht auf den teils immensen Kosten sitzenbleiben möchte, benötigt die perfekte Hausversicherung für sein Objekt. Denn in vielen Fällen sind diese Schäden von der Gebäudeversicherung abgedeckt.

Auf einen Blick – die wichtigsten Infos

  • Eine Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden am Haus auf, welche durch Hagel, Feuer, Sturm oder auch Leitungswasser entstehen.
  • Die Versicherung kommt bei einer Reparatur oder einem Wiederaufbau des Hauses für die entstehenden Kosten auf.
  • Eine Hausversicherung geht nicht in die Leistungspflicht bei sog. Elementarschäden.
  • Die Preise sowie der Leistungsumfang bei der Hausversicherung unterscheiden sich häufig sehr deutlich.
  • Die Überprüfung eventuell bestehender Policen ist ebenso ein Muss.

Risiken absichern – mit der Hausversicherung

Mit einer Wohngebäudeversicherung sind die Besitzer von Immobilien in der Lage, gewisse Risiken abzusichern, bzw. im Schadensfall nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben. Die klassische Versicherung besteht dabei im Normalfall aus drei Segmenten: der Sturmversicherung, der Feuerversicherung und der Versicherung gegen Schäden durch Leitungswasser. Abgedeckt sind dabei die Kosten, die im Schadensfall für eine Reparatur, einen Wiederaufbau des Objekts oder sogar den Neubau anfallen. Versichert werden in diesem Fall das Gebäude selbst und alle Objekte, die fest mit dem Haus verbunden sind – Böden, Heizungen, Sat-Schüsseln und auch die Einbauküche. Das ‚lose Inventar‘ im Haus selbst – also Möbel, Bekleidung usw. – fällt unter die Kategorie der sogenannten Hausratversicherung.

Wer sollte sich wie versichern?

Eine Immobilie dient im Normalfall dazu, dass der Eigentümer selbst darin lebt oder über Mieteinnahmen seinen Lebensunterhalt (in Teilen oder komplett) sicherstellt. Nicht umsonst wird die Anschaffung einer Immobilie als größte Investition im Leben angesehen – es steckt in den meisten Fällen sehr viel an Geld und Arbeit in einem solchen Objekt. Darum ist die Absicherung jedem Eigentümer zu empfehlen, auch wenn es keine gesetzlichen Vorschriften gibt. Damit wäre das ‚wer‘ bereits geklärt – schauen wir uns das ‚wie‘ an.

Grundsätzlich sind Doppelversicherungen zu vermeiden. Da in einer Gebäudeversicherung nicht selten eine Feuerversicherung inkludiert ist, macht die gesonderte Police einer Feuerversicherung keinen Sinn mehr. Darum ist der Faktencheck wichtig: Es dürfen keine Doppelabsicherungen vorhanden sein und keine Versicherungslücken.

Die Gebäudeversicherung sichert Schäden an Ihrem Haus und an Ihrem fest verbauten Inventar ab. Das sind Heizungsanlagen, Fußböden, Küchen, Sanitäranlagen, aber auch Einbauküchen. Manche Gebäudeversicherungen gehen auch bei Einbruchsschäden sowie bei Schäden durch Graffiti (nur die Entfernung!) in die Haftung – da gilt es, den Vertrag zu prüfen, bzw. zu checken, ob man diese Segmente benötigt.

Was ist nicht in der Versicherung inkludiert?

Wichtig ist zu wissen: Die Versicherungsleistung entsteht erst dann, wenn das Gebäude fertiggestellt ist. Ein Rohbau muss gesondert abgesichert werden. Auch wer Schäden fahrlässig verursacht, kann nicht auf eine Versicherungsleistung hoffen, wenn die ‚grobe Fahrlässigkeit‘ nicht in den Vertrag aufgenommen wird. Wer im Winter vergisst, Wasserzuleitungen im Außenbereich auszuschalten und es kommt zu einem Rohrschaden, der muss sich gegen Fahrlässigkeit abgesichert haben. Auch Kaminbrände oder Brände durch einen Gartengrill sind nicht eingeschlossen, denn hier wird ein Feuer bewusst angezündet. Überspannungsschäden – zum Beispiel durch ein Gewitter – sind ebenso nicht in der Hausversicherung enthalten.

Bei Stürmen gilt generell: Gezahlt wird ab Windstärke 8, denn erst dann gilt ‚Wind‘ als Sturm.

Wer immer ein Mehr an Deckung über die Versicherung haben möchte, kann dies natürlich erreichen – durch Rücksprache mit einem geeigneten Ansprechpartner bei der gewählten Versicherung, die in der Regel ein Büro in der Nähe unterhalten. Möglich ist grundsätzlich jeder gewünschte Rundumschutz – nur ist er selbstverständlich auch zusätzlich zu bezahlen. Aber die Praxis hat gezeigt, häufig lohnen sich diese Mehrkosten.

Bild: Goodshoot/Goodshoot/Thinkstock

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