So denken die Deutschen 2017 übers Sparen

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Der klassische Sparstrumpf: Momentan nicht schlechter als das Sparbuch

Brave Sparer, so denkt man über die Deutschen. Nur keine Schulden aufnehmen oder gar den Dispo überziehen. Aber wie viel ist dran am sparverrükten Deutschen? Und wie klug legt der Durchschnittsdeutsche im internationalen Vergleich sein Geld an? Nur so viel: Die Deutschen sind keineswegs die Besten im Sparen.

Die Deutschen sind Weltmeister im Geld vernichten

Ein seltsames Völkchen, diese Deutschen. In Zeiten von Niedrigzinsen gibt es kaum eine Anlageform, die so wenig abwirft wie das Sparbuch. Trotzdem klammern sich die Deutschen gegen jede rationale Entscheidung daran. Die Folge ist, dass international das Vermögen von Privathaushalten schneller wächst als in Deutschland, obwohl hier die Sparquote weit höher liegt. Durch Aktienanlagen konnte die Rendite international im Vergleich zum deutschen Durchschnitt deutlich verbessert werden. Genauere Zahlen hat die internationale Studie der Allianz-Versicherung.

Aktienanlagen sind für den deutschen Durchschnittssparer immer noch die große Ausnahme, denn jene wird blind mit Spekulation und Risiken gleichgesetzt. Nur knapp 10 Prozent aller deutschen Sparer legt ihr Geld in Aktien an. Die Zurückhaltung an den Aktienmärkten könnte aus der jüngsten Vergangenheit erklärt werden: Ende der 90er Jahre wurde die T-Aktie der Telekom intensiv beworben und als sogenannte “Volksaktie” angepriesen. Bekanntermaßen war die Aktie ein absoluter Reinfall. Gründe für die Zurückhaltung der Deutschen an den Aktienmärkten lassen sich auch in der Geschichte finden: Geplatzte Kriegsanleihen im Ersten Krieg, der Börsencrash von 1929, die Schwarzmarktkultur bis zur Währungsreform 1949. Da wundert es nicht, dass die Deutschen in Gelddingen heute auf absolut sichere Anlageformen wie das Sparbuch setzen – auch wenn damit gute Renditen flöten gehen.

Die Deutschen: eigenwillig in Geldanlagen

Die Zahlen zeigen auch, dass die Deutschen, obwohl sie so viel sparen, in Gelddingen sehr beratungsresistent sind. Über 75 Prozent der Deutschen glauben, dass Banken versuchen ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Durch die widersinnige Methode, das Geld auf dem Sparbuch verrotten zu lassen, ist es tatsächlich eher so, dass die Deutschen sich selbst schaden.

Die Spareinlage der Deutschen liegt 2017 mit 9,7 Prozent ähnlich hoch wie in den Jahren 2016 und 2015. Hier ergibt sich die eine Überraschung von Eurostat: Die durchschnittliche Sparquote im Euroraum beträgt 12,3 Prozent und ist damit deutlich höher als die der Deutschen.

Clash der Generationen deutet sich an

Studien zeigen, dass das Sparen von den älteren Generationen gelernt wird. Dabei wird nicht die Höhe der Spareinlage gemeint, sondern auch die Anlageform. Sowohl in Höhe als auch bei der Wahl der Anlageform sind die jüngeren Deutschen den älteren ähnlich. Ein deutlicher Unterschied zeichnet sich jedoch darin ab, wofür das Geld ausgegeben wird. Besonders jüngere Verbraucher meiden die großen Konzerne und geben ihr Geld lieber bei kleinen, vertrauenswürdigen Direktvermarktern aus. Auch die klassischen Statussymbole wie das Auto haben ausgedient – eher wird Geld für eine große Reise ausgegeben.

Insbesondere bei der Altersvorsorge sieht es in der jüngeren Generation bedenklich aus: Laut Umfragen leisten sich 75 Prozent aller Studenten keine Altersvorsorge, da sie dafür kein Geld aufbringen können. Gerade die jüngere Generation wird allerdings nicht allein von der staatlichen Rente leben können. Informieren Sie sich jetzt zur betrieblichen und privaten Altersvorsorge – und entdecken Sie, dass das Sparbuch nicht die einzige Geldanlage ist.

Titelbild: ©Thinkstock/cesaria1

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