Verhaltensregeln für Kind und Hund

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Verhaltensregeln für Kind und Hund sind wichtig

Auch wenn man es immer wieder liest: es gibt ihn nicht, den idealen Familienhund. Damit das problemlose Zusammenleben von Kind und Hund in der Familie, im Freundeskreis und im weiteren Umfeld funktioniert, sind einige wenige Grundregeln wichtig.Klare Regeln für Kind und Hund sind wichtig. Für den Fall der Fälle schützt der Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung vor finanziellen Folgen.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Kinder müssen die Bedürfnisse des Hundes akzeptieren
  • Der Hund braucht einen Rückzugsort
  • Kinder und Hunde brauchen Aufsicht

Kinder sind die Opfer

Über 80 % aller Beißvorfälle mit Kindern passieren im Haushalt. Betroffen sind nicht nur die eigenen Kinder, auch deren Freunde oder der Nachwuchs von Verwandten und Bekannten gehört zu den Opfern. Besonders fatal ist, dass gerade kleinere Kinder dabei oft Verletzungen im Gesicht erleiden. Das seelische Trauma kann allerdings die rein körperlichen Schäden noch übertreffen.

Hunde sind kein Spielzeug

Vorbeugen ist dabei gar nicht so schwer. Dass der Hund die wesentlichen Grundkommandos lernen muss, ist klar. Oft ist aber gerade Anfängern in Sachen Hundehaltung nicht bekannt, dass es damit nicht getan ist. Der Hund wird von den Kindern nicht nur als Spielkamerad, sondern sogar als Spielzeug betrachtet. Er wird geknuddelt, fest umarmt, im Schlaf geweckt und beim Fressen gestört. Kein Wunder also, dass der Hund irgendwann im wahrsten Sinn des Wortes die Schnauze voll haben kann.

Meist schnappt er nur als Drohung, wie ein Hund sie Artgenossen gegenüber äußern würde. Menschen haben jedoch kein schützendes Fell. Blutige Bissspuren und blaue Flecken sind die Folge. Beißt ein Hund wirklich ernsthaft zu, zieht das einen Krankenhausaufenthalt nach sich. Wohl dem, der dann eine Krankenzusatzversicherung hat, die mehr als die nur durch die Krankenkasse abgedeckten Kosten übernimmt.

Wichtig: ein Ruheplatz für den Hund

Kindern muss beigebracht werden, dass ein Hund seine eigenen Regeln hat. Er sollte deshalb nie ganz mit beiden Armen umfasst werden, damit er jederzeit gehen kann. Ganz besonders ist es wichtig, dass ein Hund nie gestört wird, wenn er eine Ressource hat, die er verteidigen könnte. Dazu zählen sein Fressen im Napf, sein Spielzeug und seine Kauknochen. Das Hergeben von Gegenständen kann und muss durch Erwachsene geübt werden. Kinder sollten davon Abstand nehmen. Selbst ein harmloses Nachschnappen nach Spielzeug oder Knochen könnte Verletzungen hervorrufen.

Wichtig ist, dass der Hund einen Rückzugsort bekommt, an dem er von niemand grundlos gestört wird. Das kann sein Korb sein, eine Decke im Flur oder ein anderer dem Hund zugewiesener Platz an einem wenig frequentierten Ort. Der Respekt vorm eigenen Raum ist ebenso Hunden zuzugestehen, die vorm Laden angebunden sind oder von Fremden geführt werden. Jedes Kind kann lernen, dass erst dann näher als Leinenlänge auf einen Hund zugegangen wird, wenn der Halter das erlaubt. Für das Streicheln gilt es besonders. Kein Hund wird berührt, ohne vorher zu fragen.

Kind und Hund müssen beaufsichtigt werden

Lassen Sie zumindest fremde Kinder, die zu Besuch sind, nicht mit dem Hund alleine. Kind und Hund sollten stets unter elterlicher Aufsicht stehen. Auch hier kommt es oft durch Missverständnisse zu Beißvorfällen. Ein Hund unterscheidet nicht immer, ob eine Rangelei unter Freunden harmlos ist oder ob das „eigene“ Kind bedroht wird. Sind sich Nichthundehalter oder Ersthundhalter nicht ganz im Klaren, was ein Hund durch seine Körpersprache oder als Steigerung durch Knurren und Bellen ausdrücken möchte, lohnt sich der Besuch bei einem Trainer oder in der Hundeschule. Warten Sie damit nicht, bis Ihr Hund erst einmal, wie es rechtlich heißt, auffällig geworden ist. Natürlich kann trotz aller Vorsichtsmaßnahmen etwas passieren. Dann hilft Ihnen Ihre Rechtsschutzversicherung, die zivilrechtlichen oder gar strafrechtlichen Konsequenzen zu meistern.

Headerbild: ©iStock/format35

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