Krebsversicherung – Finanzielle Absicherung bei Krebserkrankungen

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Krebsversicherung

Einer Umfrage zufolge fürchten sich 79 Prozent der Deutschen vor einer schweren Erkrankung. Vor nichts anderem haben die Menschen hierzulande noch mehr Angst. Die Sorge ist nicht unbegründet, zumal neben den gesundheitlichen Aspekten auch die finanziellen Folgen nicht zu vernachlässigen sind. Abhilfe schaffen an dieser Stelle sogenannte Dread-Disease-Versicherungen, deren Leistungen bei Eintritt vordefinierter schwerer Krankheiten erbracht werden. Gerade das Interesse an Krebsversicherungen ist zuletzt stark gestiegen.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Die größte Angst der Menschen ist, schwer zu erkranken
  • Die Angst vor Krebs ist angesichts steigender Patientenzahlen besonders groß
  • Finanziellen Schutz bieten sogenannte Krebsversicherungen

Krank werden als größte Sorge

Vor schweren Krankheiten graut es der deutschen Bevölkerung am meisten – so lautet das Ergebnis des Meinungsforschungsinstituts Yougov. Für 61 Prozent handelt es sich hierbei um die größte Befürchtung, während sie für weitere 18 Prozent an zweiter Stelle steht. Zum Vergleich: 50 Prozent der Teilnehmer graust es allen voran vor einem Unfall, während 30 Prozent davor bange ist, nicht mehr arbeiten zu können. Die Angst vor Arbeitslosigkeit belegt in 22 Prozent der Fälle die Spitzenposition. Eine eher untergeordnete Rolle spielt die Furcht vor Unwetterschäden, Einbruch oder Autodiebstahl.

Auch die Vorstellung, gegebenenfalls keine Ansprüche im Falle einer Berufsunfähigkeit zu haben, bereitet kaum Kopfzerbrechen. Hiergegen lässt sich jedoch mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorsorgen.

Interesse an Krebsversicherungen wächst

Dass Krebserkrankungen die Menschen beschäftigen, spiegelt sich auch in den Suchanfragen von Google wieder. Wirft man einen Blick auf die am häufigsten gesuchten Nischenversicherungen, so belegt die Krebsversicherung die Spitzenposition im Ranking von mediaworx. Insgesamt verzeichnete dieser Begriff im ersten Quartal dieses Jahres 210 Anfragen und damit dreimal so viel wie im Vergleichszeitraum 2016.

Damit hängt die Krebsversicherung andere neuartige Versicherungsprodukte teils deutlich ab. Die Drohnen-Versicherung, die im Ranking etwa den 2. Rang belegt, bringt es auf eine Erhöhung in den Anfragen um 125 Prozent. Den dritten Platz belegt die Cyber-Versicherung, die ein Plus von 108 Prozent verzeichnet. Hieraus lässt sich ableiten, dass Gesundheitsthemen immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Viele haben bereits einen Krebsfall in der Familie erlebt, was bei über 400.000 Neuerkrankungen im Jahr alles andere als unwahrscheinlich ist. Inzwischen gibt es hierzulande 4 Mio. Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Bei einer hiermit einhergehenden Pflegebedürftigkeit können Sie sich finanziell mit einer Pflegeversicherung absichern.

Was Krebsversicherungen leisten

Weit verbreitet sind Krebsversicherungen zwar noch nicht. Allerdings sehen Experten angesichts des wachsenden Absicherungsbedarfs der Bevölkerung viel Potenzial. Zu den wenigen Anbietern gehört etwa die Würzburger Versicherungs-AG, die einen speziellen Krebsschutzbrief vertreibt. Diese Krebsversicherung, die ausschließlich bei Brustkrebs leistet, sieht die Zahlung von Diagnosegeld bzw. Soforthilfe in Höhe von bis zu 50.000 Euro vor.

Die Krebsversicherung Krevita der InterRisk sieht die doppelte Leistung vor, während der Krebs-Schutz der Advigon und die Krebsversicherung des Münchener Vereins höchstens 10.000 Euro auszahlen. Beim Diagnosegeld handelt es sich um eine der wichtigsten Leistungen, zumal das Stellen einer Diagnose äußerst kostenintensiv ist. Die Gesundheitsfragen fallen zumeist sehr einfach aus und zielen auf Vorerkrankungen ab. Liegt solche vor, könnte der Abschluss eines Versicherungsvertrages nicht zustande kommen. Im Fokus stehen dabei neben Krebs auch HIV-Infektionen oder Hepatitis Typ B, C oder D. Nicht selten müssen Angaben zu Körpergröße, Gewicht sowie zum Raucher- oder Nichtraucherstatus gemacht werden. Um Leistungen im Schadensfall zu erhalten, genügt es, den Nachweis der Krebs- Diagnose dem Versicherer im Original vorzulegen.

Während einige Versicherer bereits im frühen Stadium leisten, greift der Schutz bei anderen Versicherungsgesellschaften erst bei nachgewiesener Metastasenbildung. Auch hinsichtlich der Leistung gibt es Unterschiede. So bezahlt etwa der Würzburger Krebsschutzbrief neben dem Diagnosegeld auch eine psychologische Betreuung oder fachärztliche Zweitmeinung. Wer neben Krebs auch andere schwere Erkrankungen versichern möchte, sollte sich für eine Dread-Disease-Versicherung entscheiden.

Titelbild: (c) Thinkstockphotos/Ridofranz

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