Manager Versicherung: Schutz vor steigenden Haftungsrisiken

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Steigende Haftungsrisiken: Manager Versicherung schützt - Finanzvergleich100

Die Gefahr, für Versäumnisse im Job in Haftung genommen oder gar auf Schadenersatz verklagt zu werden, ist für Manager gestiegen. Doch während in den Weltkonzernen längst versicherte Sicherheitskonzepte Einzug erhalten haben, verzichten viele Verantwortliche im Mittelstand auf den Schutz. Dabei haften Manager für einen verursachten Vermögensschaden unbegrenzt – und dies mit dem gesamten Privatvermögen. Wirkungsvollen Schutz bietet nur eine D&O Versicherung.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • 4 von 10 Geschäftsführer sehen bei Schadenersatzklagen größere persönliche Haftungsrisiken als noch vor einem Jahr.
  • Knapp jeder fünfte Geschäftsführer berichtet von Ansprüchen gegen sich oder andere.
  • Jeder siebte Geschäftsführer kennt seine Haftungsrisiken nicht.
  • Eine Manager Versicherung bietet finanziellen Schutz.

Manager sehen sich steigenden Haftungsrisiken ausgesetzt

Angesichts der verschärften Gesetze gegen Manager von Unternehmen rechnen Aufsichtsräte, Vorstände sowie Geschäftsführer in Deutschland mit einer weiter wachsenden Haftungsverantwortung. Geschäftsführer und Vorstände sollen künftig bei entsprechendem Fehlverhalten noch leichter in Anspruch genommen werden können. Die Gefahr, sich infolge eines unternehmerischen Fehlverhaltens mit einem Schadenersatzanspruch konfrontiert zu sehen, ist laut der Einschätzung betroffener Manager in den vergangenen Jahren gerade auch deshalb signifikant gestiegen.

Von den Befragten berichtet jeder Fünfte von Ansprüchen gegen sich oder andere Organmitglieder. Rund jeder dritte Manager (31 Prozent) hält eine Klage auf Schadenersatz gegen sich sogar für äußerst wahrscheinlich. So lauten die Ergebnisse der Studie „Managerhaftung und D&O-Versicherung“, welche seitens des Kölners D&O-Versicherers VOV GmbH in Auftrag gegeben und im Rahmen der 19. Jahrestagung Haftpflicht 2017 in Hamburg vorgestellt wurde. Für die Studie wurden 200 Geschäftsführer nicht-inhabergeführter Unternehmen mit einer Bilanzsumme von nicht weniger 50 Mio. Euro befragt.

Haftung bereits bei fahrlässiger Pflichtverletzung

Trotz der sich zuspitzenden Gesetzeslage musste der VOV auf Managerebene ein fehlendes Bewusstsein für drohende Folgen im Zusammenhang mit Managementfehlern feststellen. Gemäß der Studie kennt jeder siebte befragte Geschäftsführer seine persönlichen Haftungsrisiken nicht – eine besorgniserregende Feststellung. So ist es etwa bei Insolvenzen längst zur Gewohnheit geworden, hierin eine Pflichtverletzung der Verantwortlichen zu sehen und diese persönlich haftbar zu machen.

Vielerorts herrscht die Wahrnehmung, dass Unternehmen deutlich häufiger als früher versuchen, ihre Manager in die Haftung zu nehmen. Nach Aussage des VOV-Geschäftsführers müssen sich Unternehmen darauf einstellen, dass Gläubiger ihre Haftungsansprüche gegen die Führungsriege juristisch immer häufiger durchgesetzt bekommen. Erschwerend hinzukommt, dass Top-Manager in Deutschland bereits für fahrlässig begangene Pflichtverletzungen unbegrenzt sowie persönlich mit ihrem gesamten Privatvermögen belangt werden können. Dieses Risiko wird nach wie vor von vielen Chefs unterschätzt. Dabei wird etwa jede 10. D&O-Police in Anspruch genommen und lediglich 5 Prozent aller Schadenfälle werden ohne Streiterei bereinigt.

Ebenfalls wichtig für das produzierende Gewerbe sind eine Produkthaftpflichtversicherung und eine Betriebsunterbrechungsversicherung. Erstere deckt etwa Schadenersatzansprüche von Kunden aufgrund eines defekten Produkts ab, während Betriebsunterbrechungsversicherungen den wirtschaftlichen Schaden durch den Ausfall von Produktionsanlagen oder Schlüsselpersonen wie dem Geschäftsführer ausgleichen. Empfehlenswert ist ferner eine Gebäudeversicherung zur Absicherung von Verwaltungsgebäuden.

D&O-Versicherung schützt vor den finanziellen Folgen von Vermögensschäden

Immerhin 4 von 10 Geschäftsführern (42 Prozent) nehmen das gestiegene persönliche Haftungsrisiko wahr. Dieses erhöhte Risikobewusstsein hat zwar von 2014 bis 2016 zu einem Anstieg an D&O-Versicherungspolicen von 9 Prozent geführt. Dennoch verzichten viele noch auf den Abschluss einer „Directors and Officers Liability“-Versicherung (D&O), die auch als Manager Versicherung bezeichnet wird.

Die Manager Versicherung deckt dabei die Vermögensschäden ab, die einem Unternehmen durch eine fehlerhafte strategische oder wirtschaftliche Entscheidung eines Organs entstehen. Hierunter zählen etwa Insolvenzverschleppung, Bilanzfehler, mangelnde Sorgfaltspflichten bei der Einhaltung von Fristen u.v.m. Dabei haben gerade im Insolvenzfall nur 44 Prozent der Manager einen Notfallplan. Das Unternehmen fordert in den genannten Fällen im Rahmen der Organhaftung Schadenersatzzahlungen. Dieses Risiko aus dem Innenverhältnis wird von der Manager Versicherung getragen.

Auch Schadenersatzansprüche von außen (z.B. Lieferanten, Kunden) sollten als versichert gelten. Zudem sollte die D&O-Versicherung unverfallbare Nachmeldefristen beinhalten, zumal zwischen Pflichtverletzung, Schadeneintritt sowie Schadenanzeige nicht selten mehrere Jahre liegen. Ein Tarifvergleich deckt die wesentlichen Leistungsunterschiede auf.

©iStock/Choreograph

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