Firma gründen – aber richtig: Sichern Sie Ihr Start-up richtig ab

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Firma gründen: Sichern Sie Ihr Start-up richtig ab - Finanzvergleich100

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – Wer einmal den Sprung in die Selbständigkeit gewagt hat, der wird dieses berühmte Zitat von Hermann Hesse voll bestätigen können. Doch wenn Sie ohne ausreichende Vorbereitung eine Firma gründen, kommt die Aufregung um die Verwirklichung der neuen Idee häufig einem Liebesrausch gleich: Viel zu viel wird durch die rosa Brille betrachtet. Alles, was man sieht sind Chancen, Märkte, Potentiale und Umsatzmöglichkeiten. Die Gefahren sind aber ebenso vorhanden. Diese zu ignorieren kann sich bitter rächen.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Als Selbstständiger mit Start-up sind Sie in der vollen Verantwortung.
  • Sie müssen Ihre eigene Person absichern.
  • Die Betriebshaftpflichtversicherung ist unverzichtbar.
  • Ihr Privatvermögen ist nicht unbedingt geschützt.
  • Die Arbeitsagentur fördert evtl. eine professionelle Beratung.

Firma gründen: Verantwortlich von der ersten Sekunde an

Jedes Projekt hat Anlaufschwierigkeiten. Das gilt ganz besonders für Start-Ups. Jedoch ist die profane Weisheit „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ im Feuer der Selbstständigkeit reichlich sinnlos. Es gibt keinen Bonus für Leute, die gerade erst ihre erste Firma gründen.

Vom Moment der Gewerbeanmeldung an sind Sie voll für Ihr Unternehmen verantwortlich. Ein „Daran habe ich nicht gedacht“ oder „Das habe ich nicht gewusst“ nützt Ihnen rein gar nichts, wenn Sie eine falsche Entscheidung in Schwierigkeiten bringt. Denken Sie immer daran: Sie sind selbstständig, kein Lehrling, Schüler oder Praktikant in der eigenen Firma.

Was muss versichert werden?

Wenn Sie eine Firma gründen, müssen zunächst einmal Sie selbst versichert sein. Dazu gehört die Krankenversicherung (KV), welche mit einer Unfallversicherung und einer Berufsunfähigkeitsversicherung ideal ergänzt wird. Tipp: Die Beiträge der KV richten sich nach Ihrem Einkommen. Kalkulieren Sie deshalb stets so knapp wie möglich. Zu wenig gezahlte Beiträge können Sie nachreichen, zu viel gezahlte Beiträge bekommen Sie aber nicht zurück!

Sobald Sie es sich leisten können, ist eine Rentenversicherung ebenso wichtig. Doch für die Anlaufphase können sie diesen Posten noch zurück stecken.

Schließlich muss Ihr Unternehmen versichert werden. Dazu zählt zuallererst eine Betriebshaftpflichtversicherung. Diese reguliert alle Schäden, die Dritten durch Ihr Unternehmen entstanden sind. Die Bandbreite reicht von Regressansprüchen bei fehlerhaften Produkten bis zu Ausfallsforderungen bei nicht erfüllter Vertragsleistung. Dazu zählen auch Schadensersatzansprüche, wenn Sie von einem angenommen Auftrag zurück getreten sind. Das kann schneller gehen, als Sie denken: Eine kleine Grippe zwischendurch und Sie können als Selbständiger schon in Terminschwierigkeiten kommen. Sichern sie sich unbedingt dagegen ab!

Information ist das wichtigste Gut für jedes Start-Up. Verlassen Sie sich nicht auf Hörensagen, sondern informieren Sie sich umfassend und professionell. Beispielsweise ist Ihr Privatvermögen durch Gründung einer Ltd. oder GmbH keinesfalls vor Fremdzugriff sicher. Solange sich die GmbH noch in der Gründungsphase befindet, ist sie rechtlich nur eingeschränkt wirksam. Jetzt ein großer Regressanspruch und Sie haften mit jedem Cent, den Sie besitzen.

Ebenso lebensnotwendig ist eine Rechtsschutzversicherung</strong>. Die Geschäftswelt kann schnell so kompliziert werden, dass nur ein ordentlicher Rechtsbeistand Ihnen weiter helfen kann. Wenn Sie diesen aus eigener Tasche bezahlen müssen, kann das Ihre Umsätze empfindlich schmälern.

Gut gegründet, schlecht versichert? Beratung vor Gründung

Es ist vollkommen unerheblich, womit und in welchem Umfang Sie eine Firma gründen möchten. Wichtig ist, dass Sie sich umfassend im Vorfeld beraten lassen. Gute Anlaufadressen hierfür sind die IHKs und professionelle Gründerberater. Diese sind zudem auch meistens gut vernetzt und können Ihnen mit der Vermittlung von professionellen Dienstleistern gut weiter helfen.

Ein Tipp dazu: Wenn Sie sich aus einer längeren Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen wollen, können Sie dieses Vorhaben von der Arbeitsagentur durch eine professionelle Beratung fördern lassen.

Hier kann auch nochmals im Detail besprochen werden, welchen Versicherungsschutz Ihr junges Unternehmen brauchen wird. Die Art der benötigten Versicherungen zu kennen ist das Eine. Mit diesem Wissen die beste Versicherung für sich zu finden, ist der nächste Schritt. Wir helfen Ihnen gerne dabei, das für Sie beste Portfolio zu finden.

Artikelbild: ©iStock/Jacob Ammentorp Lund

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