Zu wenige Menschen haben eine BU-Rente

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Zu wenige Menschen haben eine BU-Rente

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) als wichtigster Baustein der Vorsorge wird weiterhin unterschätzt: Die Absicherung der Berufsunfähigkeit über eine BU-Rente gehört zu den wichtigsten Bausteinen einer lückenlosen Vorsorge, denn sie tritt dann in Kraft, wenn ein Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen gar nicht bis zur Rente durchhält. 

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Nicht einmal jeder Vierte erreicht das Rentenalter
  • Ohne Versicherung droht der finanzielle Ruin
  • Rentenversicherung (RV) zahlt nur wenige hundert Euro
  • Wahrheitsgemäße Angaben sind sehr wichtig

Dennoch haben laut verschiedener Umfragen nur rund 17 bis 22 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland die Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Und das obwohl jeder vierte Arbeitnehmer und jeder dritte Arbeiter im Laufe seines Erwerbslebens berufsunfähig wird.  Die Gründe hierfür sind einerseits die vergleichsweise hohen Beiträge bei unterschiedlichen Leistungsspektren, andererseits die Einstiegshürden. Am günstigsten ist der Abschluss einer solchen Versicherung in jungen Jahren mit einer wenig beschriebenen Krankenakte.

Gesetzliche Rentenversicherung ist kein Ersatz für eine BU-Rente

Im Fall einer Invalidität droht nicht versicherten Arbeitnehmern der finanzielle Ruin. Wer vor dem Eintritt in das Rentenalter berufsunfähig wird, erhält von der Rentenversicherung nur einige hundert Euro pro Monat. Den Lebensstandard zu halten ist damit unmöglich. Und selbst dieser Betrag wird erst dann fällig, wenn der Versicherte überhaupt nicht mehr arbeiten kann. Ein wesentlich weniger qualifizierter Beruf mit deutlichen geringerem Gehalt ist auf jeden Fall anzunehmen.

Anders bei der Absicherung der Berufsunfähigkeit: Sie tritt ein, wenn der Arbeitnehmer seinen eigentlichen Beruf nicht mehr ausüben kann. Es gibt jedoch eine Schwierigkeit, die Rate der Zahlungen. Rund ein Viertel der Versicherten muss sich mit seiner Assekuranz um die Zahlungen streiten. Aus diesem Grund sind beim Abschluss einer BU die wahrheitsgemäßen Antworten besonders wichtig: Wer Krankheiten verschweigt, setzt die späteren Zahlungen aufs Spiel.

Ein konkretes Beispiel: Sie arbeiten in der Entwicklung eines Automobilherstellers und sind regelmäßig wegen Gelenkproblemen in Behandlung sind. Dies verschweigen Sie beim Abschluss Ihrer BU-Versicherung. Mit 40 Jahren können Sie Ihren körperlich anstrengenden Beruf wegen anhaltender Gelenkbeschwerden nicht mehr ausüben. Da Sie die Vorerkrankung verschwiegen haben, steht Ihre BU-Rente auf dem Spiel.

Headerbild: ©iStock/shironosov

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Ihr Experte für Versicherungen und Finanzen: Sven Salomon sorgt als selbstständiger Versicherungsberater seit mehr als 15 Jahren dafür, dass Menschen sich und ihre Familie optimal absichern können. Als Geschäftsführer verschiedener Unternehmen berät er mittelständische Firmen sowie Privatkunden. Diese Aufgabe ist für ihn mehr als ein Job: Die Versicherungsmaterie ist seine Leidenschaft. Mit Begeisterung hält er sich darum fachlich immer auf dem neuesten Stand.

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